POLITIK
26/11/2017 09:48 CET | Aktualisiert 26/11/2017 09:48 CET

Seehofer sollte Merkels Minister werden - doch das Jamaika-Aus kam dazwischen

Michael Dalder / Reuters
Seehofer sollte Merkels Minister werden - doch das Jamaika-Aus kam dazwischen

  • CSU-Chef und Bayern Ministerpräsident Seehofer soll kurz vor einem Wechsel nach Berlin gestanden haben

  • Kanzlerin Merkel habe ihm bereits einen Posten in ihrem Kabinett angeboten

  • Doch dann scheiterten die Jamaika-Sondierungen - und Seehofer bleibt vorerst im Süden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat CSU-Chef Horst Seehofer bei den Jamaika-Gesprächen einen Ministerposten angeboten.

"Ich bin von der Union und ihrer Vorsitzenden bei den Jamaika-Sondierungen gefragt worden, ob ich für den Fall der Fälle ein Ministeramt übernehmen würde", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag". Das habe sich durch das Ende der Gespräche erledigt.

Seehofer hält sich noch offen, ob er Parteichef bleiben will. "Nun werde ich erstaunlicherweise von vielen Parteifreunden mit der Argumentation bedrängt, es sei für Bayern und Deutschland wichtig, dass ich diese Funktion behalte und erneut als Parteichef kandidiere. Das raten mir auch Leute, die mich bisher kritisiert haben. In dieser Frage bin ich aber noch unentschieden", sagte Seehofer.

Seehofer: "Ich klammere nicht"

Er werde einer Verjüngung an der Spitze nicht im Wege stehen, versicherte er: "Ich klammere nicht und arbeite ernsthaft an einer Zukunftslösung für die CSU mit." In der Partei tobt ein Machtkampf um die Führung der Partei und des Freistaats Bayern.

Eine Entscheidung soll bis Anfang Dezember fallen.

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