POLITIK
26/11/2017 09:25 CET | Aktualisiert 26/11/2017 09:31 CET

Rechtsnationaler AfD-Flügel bringt sich vor der Wahl des neuen Bundesvorstandes in Stellung

dpa
Rechtsnationaler AfD-Flügel bringt sich vor der Wahl des neuen Bundesvorstandes in Stellung

  • Der AfD droht ein weiterer Rechtsruck - soweit das überhaupt noch möglich ist

  • Nach dem Aussteig von Frauke Petry wollen gleich mehrere Politiker des rechtsnationalen Flügels für den Vorstand der Partei kandidieren

Der rechtsnationale Flügel bringt sich vor der anstehenden Wahl des neuen AfD-Bundesvorstandes in Stellung.

Neben dem Thüringer AfD-Chef Björn Höcke sei auch der Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion in Brandenburg, Andreas Kalbitz, ein "geeigneter Kandidat", den er sich gut im Vorstand vorstellen könne, sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, der Deutschen Presse-Agentur.

Er fügte hinzu: "Viele stellen sich natürlich auch die Frage: Ist die Partei bereit, einen Björn Höcke im Bundesvorstand zu haben?"

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"Die Provokation hat uns geholfen"

Er selbst sei noch nicht ganz sicher, ob er erneut für den Vorstand kandidieren werde, sagte Poggenburg, der dem Gremium aktuell als Beisitzer angehört.

Sollte er sich für eine Kandidatur entscheiden, werde er sich um den Posten eines stellvertretenden Vorsitzenden bewerben. Die AfD will auf ihrem Delegiertenparteitag in Hannover am kommenden Wochenende eine neue Parteispitze wählen. Seit dem Austritt von Frauke Petry ist Jörg Meuthen alleiniger Bundesvorsitzender.

Höcke, Poggenburg und Kalbitz gehören alle drei zu den Unterzeichnern der sogenannten Erfurter Resolution von 2015, die in der AfD eine "Widerstandsbewegung gegen die weitere Aushöhlung der Souveränität und der Identität Deutschlands" sieht.

Poggenburg stellte fest: "Die Provokation hat uns geholfen, aber bald sind wir bundesweit in allen Parlamenten vertreten." Da stelle sich die Frage, wie viel Bewegung und wie viel Partei die AfD künftig sein wolle. Er sagte: "Bisher hieß es oft, wir gehen bewusst bis an die Grenze, dann kommt der Aufschrei. Doch kann und will man ewig Protestpartei sein?"

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