POLITIK
25/11/2017 20:26 CET | Aktualisiert 25/11/2017 20:29 CET

AfD-Mann Höcke äußert sich zum Holocaust-Mahnmal vor seinem Haus: So sehr hat ihn die Aktion mitgenommen

dpa
"Intime Momente gefilmt": AfD-Mann Höcke geht auf Aktivisten los, die ihn beschattet haben

  • AfD-Politiker Höcke kritisiert die Aktivisten, die vor seinem Haus eine Nachbildung des Holocaust-Mahnmals errichtet hatten

  • Höcke nannte die selbsternannten Künstler "Terroristen"

  • Der AfD-Politiker äußerte Sorge, dass es bald zu Gewalt gegen seine Familie kommen könnte

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke hat sich erstmals öffentlich über den Mahnmal-Nachbau neben seinem Haus und die Beobachtung durch Aktivisten geäußert und die Aktionen scharf verurteilt.

Höcke sparte dabei nicht an martialischem Vokabular.

"Wer so etwas tut, ist in meinen Augen ein Terrorist", sagte Höcke mehreren Youtube-Videos zufolge am Samstag bei einer Konferenz des rechtspopulistischen "Compact"-Magazins in Leipzig. Deshalb sei das "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) keine Künstlergruppe. "Sie ist eine kriminelle Vereinigung. Ja, sie ist eine terroristische Vereinigung."

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Seine Familie sei über elf Monate hinweg überwacht worden, sagte Höcke. Dies sei ein tiefer Eingriff "in das Schamgefühl eines Menschen". Gleichzeitig beklagte Höcke, manch ein Parteikollege hätte sich deutlicher an seine Seite stellen können.

"Übermorgen brennt dann vielleicht das Haus"

"Ich muss davon ausgehen, dass ich auch in intimen Situationen gefilmt wurde", erklärte Höcke. Nach eigenen Angaben beobachtet das ZPS den Thüringer Partei- und Fraktionsvorsitzenden seit Monaten. Höcke sprach von "Teleobjektiven" und "Richtmikrofonen".

Höcke erklärte, er befürchte eine Radikalisierung des Protests. "Übermorgen brennt dann vielleicht das Haus von Björn Höcke und vielleicht sind dann vier unschuldige Kinder unter den Toten", sagte Höcke.

Die ZPS-Aktivisten haben das angemietete Grundstück im thüringischen Bornhagen unterdessen verlassen und das Mahnmal für die Öffentlichkeit geschlossen.

Man fühle sich dort nach anonymen Drohungen gegen einzelne Mitglieder der Gruppe nicht mehr sicher, hatte der künstlerische Leiter Philipp Ruch am Freitag gesagt. Am Montag wolle man zurück aufs Gelände und das Mahnmal wieder öffnen.

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Das "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) hatte am Mittwoch aus Protest gegen eine umstrittene Rede Höckes eine Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals auf einem Nachbargrundstück in Bornhagen enthüllt.

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