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24/11/2017 15:06 CET | Aktualisiert 25/11/2017 11:54 CET

Mindestens 300 Tote durch Bomben und Schüsse auf Moschee in Ägypten

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Mindestens 300 Tote durch Bomben und Schüsse auf Moschee in Ägypten

  • Ägypten ist Opfer eines der tödlichsten Anschläge in der Geschichte des Landes geworden

  • Angreifer zündeten Sprengsätze vor einer Moschee auf der Sinai-Halbinsel und schossen auf fliehende Menschen

  • Seit langem versuchen die Sicherheitskräfte in Ägypten, einen Ableger der Terrormiliz IS auf der Sinai-Halbinsel zu bekämpfen

Bei einem Anschlag auf eine Moschee auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind mindestens 305 Menschen getötet und über 100 weitere verletzt worden. Das berichtete das ägyptische Staatsfernsehen am Samstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Unter den Toten seien auch 27 Kinder.

Demnach legten Angreifer mehrere Sprengsätze rund um die Al-Rawdah-Moschee in der Nähe der Provinzhauptstadt Al-Arisch und zündeten sie, als die Gläubigen nach dem Freitagsgebet herauskamen. Anschließend hätten sie auf Flüchtende geschossen, hieß es weiter.

Auf Bildern, die direkt nach dem Anschlag in den sozialen Netzwerken geteilt wurden, sind zahlreiche Körper zu sehen, die im Innern einer Moschee auf dem Boden liegen und teilweise mit Decken oder Kleidungsstücken abgedeckt sind.

Der ägyptische Staat erklärte eine dreitägige Trauerzeit

Der grüne Teppichboden der Moschee ist voller Blutflecken. Auf anderen Fotos werden Menschen in Krankenwagen und auf der offenen Ladefläche von Autos weggefahren.

Sicherheitskräfte seien derzeit auf der Suche nach den Angreifern und würden sie in der Umgebung der Moschee verfolgen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Der ägyptische Staat erklärte eine dreitägige Trauerzeit für die Opfer des Angriffs.

Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen eines Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Vor allem Sicherheitskräfte sind im Visier der Islamisten. Militär und Polizei gehen in der Region massiv gegen mutmaßliche Terroristen vor. Bei Razzien kam es zuletzt häufiger zu tödlichen Schusswechseln.

Die Region im Norden der Halbinsel ist zu großen Teilen militärisches Sperrgebiet.

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