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24/11/2017 13:32 CET | Aktualisiert 24/11/2017 14:08 CET

Ein Roboter fährt tagelang durch Fukushima und entdeckt erstmals den Ursprung der Katastrophe

  • Seit dem Super-Gau im japanischen Fukushima sind mehr als sechs Jahre vergangen

  • Einem Unterwasserroboter ist es erstmals gelungen, Aufnahmen des Ursprungs der Katastrophe zu machen

  • Im Video oben seht ihr den Roboter im Einsatz

Mehr als sechs Jahre nach dem Gau im japanischen Fukushima hat ein Unterwasserroboter dort möglicherweise geschmolzenen Kernbrennstoff gefunden. Darauf deuteten Bilder hin, die der mit Kameras ausgerüstete Roboter vom Boden des gefluteten Reaktors 3 übermittelte.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass die erstarrten Objekte eine Mischung aus geschmolzenem Metall und Brennstoff sind, die aus dem Behälter gefallen sind", teilte ein Sprecher des Betreiberkonzerns Tepco mit.

Tepco muss wissen wo sich der Brennstoff befindet

Der mit zwei Kameras ausgerüstete, 30 Zentimeter lange Roboter habe die Brennstoffüberreste in ein Meter dicken Schichten am Boden des zerstörten Reaktorbehälters gefunden.

Tepco muss wissen, wo sich der Brennstoff in jedem der drei havarierten Reaktoren befindet, um herauszufinden, was die beste und sicherste Methode ist, ihn herauszuholen. “Bis jetzt wussten wir nicht genau, wo der Brennstoff war oder wie er aussah. Jetzt, wo wir es gesehen haben, können wir Pläne machen, ihn zu entfernen.", sagte ein Tepco-Sprecher der "New York Times".

Eine vollständige Stilllegung der Atomruine Fukushima dürfte Schätzungen zufolge bis zu vier Jahrzehnte dauern.

Roboter-Arbeiten kommen nur langsam voran

Der Roboter war dreimal in den mit Kühlwasser gefluteten Sicherheitsbehälter des Reaktors 3 auf die Suche geschickt worden. Dort steht das verstrahlte Wasser etwa 6,40 Meter hoch. Im Februar hatte Tepco mehrere Roboter zunächst in den Reaktor 2 und im März in den Reaktor 1 geschickt. Wegen der Trümmer und der extrem hohen Strahlung im Inneren erbrachten die Roboter bislang jedoch nicht den erhofften Erfolg bei der Suche nach dem geschmolzenen Brennstoff.

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