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23/11/2017 13:27 CET | Aktualisiert 23/11/2017 16:34 CET

Wer Boris Beckers Homepage besucht, findet dort nicht, was er erwartet

Reuters/Screenshot
Das passiert, wenn ihr auf Boris Beckers Homepage klickt

  • Boris Becker soll rund 61 Millionen Euro Schulden angehäuft haben

  • Seine Homepage wurde vor einiger Zeit offenbar versteigert

  • Die HuffPost hat von dem neuen Besitzer der Domain erfahren, wie teuer sie war

Boris Becker ist immer noch ein gefeierter Star. Mit insgesamt drei Wimbledon-Siegen ist er in die Geschichte des Tennissports eingegangen. Privat läuft es für Becker derzeit aber nicht so gut. Insgesamt soll er 61 Millionen Euro an Schulden angehäuft haben - sogar seine Pokale könnten deswegen versteigert werden.

Auch seine Homepage kann Becker nicht mehr sein Eigen nennen. Obwohl sie immer noch in seinem Facebook-Auftritt verlinkt ist.

boris becker

Klickt man auf den Link, der zur Seite www.borisbecker.com führt, findet man dort keine Bilder, die an den einstigen Wimbledon-Sieger erinnern. Stattdessen öffnet sich ein Brief, der im Juli 2017 an Boris Becker adressiert wurde.

"Damit mit Deiner Domain kein Schindluder getrieben wird"

"Lieber Boris, mit etwas Wehmut haben wir die Schlagzeilen um Deine Person in den vergangenen Tagen zur Kenntnis genommen. Als Ikone des Tennissports und gefeierter Star hast Du uns in den vergangenen Jahrzehnten begeistert", steht in weißer Schrift auf blauem Hintergrund."

Und weiter: "Leider mussten wir mit Bedauern feststellen, dass Deine Webseite zur Auktion stand. Damit mit Deiner Domain kein Schindluder getrieben wird, haben wir uns diese gesichert und bewahren sie für Dich auf. Du kannst Dich jederzeit bei uns melden, damit sie wieder in Deinen Besitz übergeht."

becker

So teuer war Beckers Homepage

Einer der neuen Homepage-Besitzer ist Henning Kruthaup, Geschäftsführer der Sparheld GmbH. Der HuffPost hat er am Donnerstag erzählt, wie er überhaupt auf die Idee gekommen ist, Beckers Homepage zu ersteigern. "Wir haben die Auktion per Zufall gefunden, indem wir auf den Link in Beckers Facebook-Profil geklickt haben. Dann wurde angezeigt, dass die Seite zur Auktion steht."

Er und sein Team haben nicht gezögert und direkt per Sofortkauf zugeschlagen: "Wir haben um die 700 bis 800 Euro gezahlt", sagt Kruthaup.

Gemeldet hat sich Boris Becker bislang noch nicht bei den Berlinern. Sie haben allerdings selbst Kontakt aufgenommen und mit Beckers Managerin gesprochen. Jetzt warten sie, bis sich die Tennis-Legende bei ihnen zurückmeldet.

Auch der Wimbledon-Pokal von 1985 könnte versteigert werden

Der Londoner Finanzdienstleister Smith & Williamson hat die Schulden Beckers aufgelistet. Diese Aufstellung lag dem Promi-Magazin "Bunte" exklusiv vor. In dem 24-seitigen Bericht des britischen Insolvenzverwalters ist von einer geschätzten Summe von rund 54 Millionen Pfund die Rede. Das entspricht rund 61 Millionen Euro.

Um die Schulden begleichen zu können, hat Smith & Williamson auch die Besitztümer von Boris Becker aufgelistet und wie diese zu Geld gemacht werden könnten. Auch der Pokal, den er für seinen Wimbledon-Sieg am 7.7.1985 bekommen hat, soll auf der Liste stehen.

Der Promi selbst behauptet allerdings, nicht pleite zu sein. Das beteuerte er zuletzt Anfang November in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". Es sei korrekt, dass er "seit dem 21. Juni dieses Jahres in einem Insolvenzverfahren stecke, aber es ist falsch, dass ich pleite bin".

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(lp)

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