LIFESTYLE
20/11/2017 13:40 CET | Aktualisiert 20/11/2017 18:03 CET

Es ist eine Sensation, dass der "Playboy" diese Nacktfotos abdruckt

  • Kurz nach dem Tod des "Playboy"-Gründers Hugh Hefner bricht das Magazin zum zweiten Mal mit einer wichtigen Tradition

  • In der aktuellen November-Ausgabe ist das erste Plus-Size Model abgelichtet

  • Im Video oben erfahrt ihr was Hugh Hefner vor seinem Tod seinen besten Freunden angetan haben soll

Kurz nach dem Tod des "Playboy"-Gründers Hugh Hefner, wagt das Magazin den nächsten Schritt in eine neue Richtung. Ines Rau wurde als erstes Transgender Model zum Playmate des Monats Oktober gekürt - und jetzt ist auch das erste Plus-Size Model in der neuesten November-Ausgabe des amerikanischen "Playboys" zu sehen.

Damit schließt sich der "Playboy" der Body-Positivity-Bewegung an und bricht erneut mit seinen Traditionen.

Molly Constable wurde 2012 bei Instagram entdeckt, dort war sie schon bekannt für ihre Kurven und die Bilder ihres Körpers, die sie unretuschiert zur Schau stellte.

Die Model-Agentur MiLK nahm sie unter Vertrag. Die Agentur hat es zum Motto gemacht, mehr Diversität in die Modeindustrie zu bringen und kurvige Frauen und Plus-Size Models zu fördern.

Das Shooting dreht sich nicht um Größe oder Gewicht

"Als meine Agentur sagte, dass ich für den 'Playboy' fotografiert werden soll, war ich ziemlich skeptisch - ich kenne ja die Geschichte des Magazins", sagte Molly der Zeitschrift "Cosmopolitan".

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FOR @PLAYBOY SHOT BY @HEATHERHAZZAN STYLED BY @CALVY.CLICK HAIR @THISISCLAY

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“Als ich dann aber hörte, dass Heather Hazzan das Shooting machen wird, war ich beruhigt. Wir haben schon einmal zusammengearbeitet.” Das Shooting sollte sich auch gar nicht um ihre Größe drehen, berichtet sie weiter.

Sie möchte eigentlich nur, dass alle einfach als “Models” bezeichnet werden, um sich dann wichtigeren Themen zu widmen. “Deine Maße sollten kein Problem darstellen - wir machen doch alle den gleichen Job.”

Die Fotografin hat das Model ganz natürlich, ohne Make-Up in einem Retro-Look in ihrer Heimatstadt in Upstate New York abgelichtet.

Einige Fans des "Playboys" sind nicht begeistert

Einige wenige Fans des "Playboys" wollen sich allerdings nicht so recht an das Konzept eines kurvigen Models gewöhnen.

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“Seit wann ist der 'Playboy' zu 'fett ist schön' übergegangen?”, fragt sich ein User auf Instagram.

Ein anderer Nutzer kommentierte: “Das nennt man fett. Schönheit kommt in allen Formen? Ihr belügt euch nur selbst.”

4 PLAYBOY BY @HEATHERHAZZAN @CALVY.CLICK @THISISCLAY

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Auch der Kommentar, dass sich der "Playboy" ganz schön schnell verändert habe, seit der Boss Hugh Hefner gestorben sei, ist mehrfach unter dem Bild des Magazins zu finden.

Molly selbst ist der Meinung, dass Gewicht nicht wichtig ist. “Es geht darum, wie du dich gegenüber Menschen gibst und wie du dich selbst fühlst“, erzählt das Model mit Kleidergröße 44 der "Daily Mail“ in einem Interview.

Es zeigt sich auch an ihrer Karriere, dass sie sich nicht von negativen Kommentaren aufhalten lässt. Molly modelte unter anderem für Magazine wie “Glamour” und “Harper's Bazar”.

Das "Vogue"-Magazin betitelte sie als “Rising Model Star 2017” und sie lief bereits mit Plus-Size-Model-Kollegin Ashley Graham über den Laufsteg.

Die positive Resonanz überschattet die negativen Kommentare

Und auch wenn es ein paar Ausnahmen gibt: Die meisten Fans des Männer-Magazins zeigen sich begeistert. “Das wurde aber auch mal Zeit, dass es auch kurvige Models in den 'Playboy' schaffen. Hab es wirklich über, mir diese runtergehungerten Mädels rein zu ziehen. Das wird vielen Mädels mehr Selbstvertrauen geben” und “Ein ‘Plus-Size Model?’ Das ist einfach nur eine Schönheit. Wundervoll!” schrieben sie auf Instagram.

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Out take from my shoot with @heatherhazzan for playboy xx

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Viele schwärmten besonders für Mollys Kurven: “Man muss nicht dünn sein um sexy zu sein” und “Endlich eine kurvige Schönheit im 'Playboy'!”

"Alle Frauen kommen in den unterschiedlichsten Formen", kommentierte eine andere. "Diese Frau ist eine Inspiration."

Und eine weitere Userin schrieb: "Dieses Fotoshooting war vielleicht die erste gute Sache, die der 'Playboy' je für Frauen getan hat."

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(ks)