LIFESTYLE
20/11/2017 14:54 CET | Aktualisiert 20/11/2017 16:29 CET

Jeder Mensch isst angeblich acht Spinnen pro Jahr - das steckt hinter dem ekligen Gerücht

  • Der Mythos, dass wir rund acht Spinnen im Jahr essen sollen, hält sich vehement

  • Aber was ist wirklich dran an dem Schauermärchen?

  • Im Video oben, erfahrt ihr wie ihr dem vorbeugen und Spinnen aus eurer Wohnung verscheuchen könnt

Es ist einer dieser Mythen, über den wir im Laufe des Lebens immer mal wieder stolpern und an den Leute nie so ganz den Glauben zu verlieren scheinen. Er besagt, dass jeder Mensch im Laufe eines Jahres im Schlaf durchschnittlich acht Spinnen essen soll.

Man will gar nicht hochrechnen, wie viele Spinnen wir demnach in unserem gesamten Leben so unterbewusst zu uns nehmen sollen. Trotz vieler Skeptiker hält sich das Schauermädchen bis heute.

Doch alle Spinnenphobiker können aufatmen. Denn laut dem Online-Magazin “Scientific America” lässt sich dieser Mythos ganz logisch durch sowohl die Biologie von Spinnen, als auch der des Menschen aufklären.

Spinnen sehen Menschen als "große Steine"

Rob Crawford, der Spinnentiere für das Burke Museum of Natural History and Culture in Seattle konserviert, erklärt so beispielsweise, dass sich ein Großteil der Spinnentiere der westlichen Hemisphäre von Natur aus eher außerhalb von Menschen bewohnter Räume aufhalten.

Der kleine Teil an Spinnen, den wir dann hin und wieder in den eigenen vier Wänden finden, habe allerdings keinerlei Interesse daran, in das Bett eines Menschen zu krabbeln. Das liegt ganz einfach daran, dass es für sie dafür keinen Grund gäbe, sagt Crawford. Außer vielleicht, wenn es dort Futter in Form von Bettwanzen gibt.

Sonst würden Spinnen uns laut dem Biologie-Professor Bill Shear “eher wie große Steine” ansehen. “Wir sind so groß, dass sie uns wirklich nur als Teil einer Landschaft ansehen”, erklärt der Biologe des Hampden-Sydney Colleges dem Magazin weiter.

"Keine Spinne würde sich freiwillig einer schlafenden Person nähern"

Allerdings sei eine schlafende Person für Spinnen wahrscheinlich auch angsteinflößend. Die Atmung, der Herzschlag und möglicherweise das Schnarchen eines Menschen führen zu Vibrationen. Diese warnen die Spinnen vor Gefahren.

Rob Crawford erklärt: “Eine schlafende Person ist also kein Ort, dem sich eine Spinne freiwillig nähern würde.”

Aber auch aus Sicht menschlicher Biologie scheint es es sehr unwahrscheinlich, dass ein Mensch nicht durch die Berührungen einer über das Gesicht krabbelnden Spinne aufwachen würde. Außerdem würden wir, wenn wir mit offenem Mund schlafen, höchstwahrscheinlich schnarchen - was die Spinne abschrecken würde, in die Öffnung hinein zu krabbeln. Es gibt also keinen Grund zur Sorge.

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(ujo)

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