ELTERN
19/11/2017 18:06 CET | Aktualisiert 19/11/2017 18:32 CET

Studie: 45 Frauen behaupten, sie seien ohne Sex schwanger geworden - aus diesem Grund

martin-dm via Getty Images
Studie: 45 Frauen behaupten, sie seien ohne Sex schwanger geworden - aus diesem Grund.

  • In einer Studie gaben 45 Frauen an, ohne Sex schwanger geworden zu sein

  • Daraufhin befragten die Wissenschaftler die angeblichen Jungfrauen genauer

  • Sie fanden heraus, dass die Betroffenen kaum aufgeklärt wurden

Eine jungfräuliche Empfängnis, wie sie in der Bibel im Falle von Maria und der Geburt Jesu beschrieben wird: 45 Frauen behaupteten in einer US-amerikanischen Studie, schwanger geworden zu sein, ohne jemals Sex gehabt zu haben.

Wissenschaftler der Universität North Carolina dokumentierten die gesundheitliche Entwicklung von 7870 Frauen und Mädchen im Alter von 15 bis 28 Jahren über 14 Jahre hinweg. Bei der Analyse der Daten fiel ihnen auf, dass 0,5 Prozent - also 45 Teilnehmerinnen - angegeben hatten, jungfräulich schwanger geworden zu sein - ohne Sex oder künstliche Befruchtung.

Etwa ein Drittel der Betroffenen hatte ein Keuschheitsgelübde abgelegt

Als sie die Fälle genauer untersuchten und Interviews mit den 45 Betroffenen und deren Eltern führten, entdeckten sie Gemeinsamkeiten in deren Biographien:

Die 45 Betroffenen gaben an, selten oder nie mit ihren Eltern über Sex oder Verhütungsmethoden gesprochen zu haben.

31 Prozent der Mädchen oder Frauen hatten darüber hinaus ein Keuschheitsgelübde abgelegt, das heißt, sie hatten - meist aus religiösen Gründen - geschworen, keinen Sex vor der Ehe zu haben.

28 Prozent der befragten Eltern sagten auch, sie hätten keine ausreichenden Kenntnisse über Verhütungsmethoden, um mit ihren Töchtern darüber sprechen zu können.

Die angeblichen "jungfräulichen Mütter" hatten ein Durchschnittsalter von nur 19 Jahren.

Aufklärung ist wichtig

Das heißt wohl: Entweder machten die befragten Frauen aus Angst falsche Angaben, oder sie hatten keine Ahnung, wie man schwanger wird.

Die Wissenschaftler zogen das Fazit, dass Forscher vermehrt darauf achten sollten, wie sich familiäre Zwänge, religiöse Vorstellungen und Unwissen auf das Verhalten und Selbstbild von Studienteilnehmern auswirken können.

Außerdem zeigt die Studie, wie wichtig eine angemessene Aufklärung über Sex und Verhütungsmethoden ist.

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(sk)

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