POLITIK
17/11/2017 10:43 CET

Grünen-Mann Trittin twittert mitten in den Jamaika-Verhandlungen ein Lied - Stunden später löst er das Rätsel auf

dpa
Grünen-Mann Trittin twittert mitten in den Jamaika-Verhandlungen ein Lied - Stunden später löst er das Rätsel auf

  • Die Abschlussrunde der Jamaika-Sondierungsgespräche ist vertagt worden

  • Grünen-Politiker Jürgen Trittin kommentierte den aktuellen Stand mit einem Lied

Eigentlich wollten CDU, CSU, FDP und Grüne in der Nacht zum Freitag entscheiden, ob sie miteinander in Koalitionsverhandlungen treten. Dann wurde der Abschluss der Gespräche kurzfristig doch vertagt. Die Entscheidung, ob Jamaika kommt oder nicht, könnte sich also noch das ganze Wochenende hinziehen.

Manche Politiker versuchten, aus der angespannten Situation das Beste zu machen. Während die Unterhändler noch über Themen wie den Familiennachzug für Flüchtlinge stritten, twitterte Grünen-Politiker Jürgen Trittin deshalb ein Lied.

“Je härter sie kommen, desto härter fallen sie” heißt es in dem gleichnamigen Song des jamaikanischen Reggae-Künstlers Jimmy Cliff. “Zum Stand der Jamaika-Sondierungen” schrieb Trittin dazu auf Twitter. Ein kryptischer Kommentar zur mangelnden Kompromissbereitschaft der Gesprächspartner?

Mehr zum Thema: Schon das Vorwort des Jamaika-Sondierungspapiers zeigt, wie zerstritten die Parteien immer noch sind

Trittin: Die Gespräche sind zäh, aber es geht voran

Nein, stellte der Abgeordnete am nächsten Morgen im Deutschlandfunk klar: “Wir hatten nur sehr viele Wartezeiten, und dann haben wir verschiedene Songs für Jamaika rausgesucht.” Also eine Art Playliste, um sich auf die Koalition einzustimmen?

'Cause, as sure as the sun will shine

I'm gonna get my share now, what's mine

And then the harder they come

The harder they fall, one and all

Wohl schon eher. Denn, wie Trittin im Interview betonte, sei die Verlängerung der Gespräche keineswegs ein schlechtes Zeichen. “Wir haben entschieden, miteinander, dass wir den Versuch fortsetzen, weil es nicht hinreichend und auch erst zäh, aber am Ende bestimmte Bewegungen gegeben hat”, sagte er.

“Und wenn es Bewegung gibt, dann muss man auch versuchen, ob man die Bewegung zu einem Ergebnis bringen kann.”

Über alle aktuellen Entwicklungen bei den Jamaika-Verhandlungen hält euch unser Newsblog auf dem Laufenden.

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(jg)

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