LIFESTYLE
20/11/2017 11:16 CET | Aktualisiert 20/11/2017 12:32 CET

Mann protestiert mit aggressivem Schild - weil er keine Rundfunkgebühren zahlen will

  • Peter Mayer zahlt seit mehreren Jahren keine Rundfunkgebühren - trotz einer Gefängnisstrafe bleibt er stur

  • Mit einer skurrilen Aktion protestiert er jetzt gegen die Rundfunkgebühren

  • Im Video oben seht ihr die Protestaktion

Beim Rundfunk-Beitrag, früher GEZ-Gebühren genannt, geht es um viel Geld - insgesamt etwa acht Milliarden Euro. Für jeden Haushalt macht das 17,50 Euro im Monat. Peter Meyer aus Bremerhaven passt das überhaupt nicht.

Seit vier Jahren weigert er sich, die Rundfunkgebühren zu zahlen. Der Grund: Er behauptet, das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender gar nicht zu nutzen. Auf jede Zahlungsaufforderung hat er - und das immer erfolglos - Widerspruch eingelegt. Auch die zahlreichen Mahnbescheide haben ihn von seinem Vorhaben nicht abgeschreckt. Also wurde 2016 ein Haftbefehl gegen ihn erlassen.

"In meiner Zelle stand ein Fernseher"

Nur weil seine Frau die offene Rechnung sofort beglich, musste Peter Meyer lediglich eine Nacht in der Zelle verbringen. Und diese Nacht nutzte er dafür, Filme anzusehen. Auf dem Fernseher, der in seiner Zelle stand. “Acht Polizisten brachten mich in die Haftanstalt. Und in meiner Zelle stand ein Fernseher! Weil sonst nichts los war, habe ich dann den ganzen Tag geguckt“, sagte er der "Bild"-Zeitung.

An seiner Einstellung hat der Fernsehtag in der Zelle aber nichts geändert. Noch heute zahlt Meyer keine Rundfunkgebühren.

Mit verschiedenen Aktionen protestiert er gegen die Rundfunkgebühren und möchte damit möglichst viele Menschen erreichen.

“Die Leute sollen mal anfangen, Sachen zu hinterfragen”

Erst vor kurzem hat er sich mit einem großen Plakat in die Innenstadt von Bremerhaven gestellt. Auf dem Schild stand: “Mörder, Vergewaltiger und Kinderficker laufen frei herum. Ich wurde eingesperrt, weil ich mich gegen die GEZ wehrte.” Eine befremdliche Aussage, mit der Peter Meyer offensichtlich polarisieren will.

Laut eigener Aussage will er damit andere Menschen wachrütteln. “Die Leute sollen mal anfangen Sachen zu hinterfragen”, sagt er dem Frühstücksfernsehen von Sat1. Als nächstes will er sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden.

2017-07-23-1500833626-3203653-DerHuffPostWhatsAppNewsletter6.png

Die wichtigsten News des Tages direkt aufs Handy - meldet euch hier an.

(ujo)