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16/11/2017 12:48 CET | Aktualisiert 16/11/2017 13:53 CET

Rotavirus: 70 Prozent mehr Infektionen - und besonders Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet

NiDerLander via Getty Images
Was zunächst wie eine möglicherweise harmlose Magen-Darm-Krankheit klingt, sollten Eltern also genau im Blick behalten.

  • Die Zahl der Rotavirus-Infektionen ist um mehr als 70 Prozent gestiegen

  • Hochansteckende Rotaviren sind besonders für Kleinkinder gefährlich

  • Durch Durchfall und Erbrechen droht Dehydration

Durchfall, Erbrechen, Fieber. Auslöser können Rotaviren sein. Die Zahl solcher Krankheitsfälle ist in diesem Jahr um mehr als 70 Prozent gestiegen: Bis zur Kalenderwoche 42 wurden 35.064 Rotavirus-Infektionen laut Robert-Koch-Institut gemeldet. Im Vergleichszeitraum vor einem Jahr waren es 20.443. 38 Prozent der Fälle haben damals Kinder unter fünf Jahren betroffen.

Denn die Immunsysteme der Kinder sind noch nicht stark genug - und zugleich sind die Viren hochansteckend.

Bei Kindern unter zwei Jahren wird sogar jeder dritte Brechdurchfall von Rotaviren ausgelöst, oft folgt ein schwerer Krankheitsverlauf: Mit Durchfall, Erbrechen und Fieber kann eine sogenannte Rotavirus-Gastroenteritis bei kleinen Patienten bis zu zwei oder drei Wochen andauern.

Was zunächst wie eine möglicherweise harmlose Magen-Darm-Krankheit klingt, sollten Eltern also genau im Blick behalten. Denn fast 22.000 Kinder müssen daher jährlich wegen der sogenannten Rotavirus-Gastroenteritis ins Krankenhaus. Jeden dritten Brechdurchfall bei Kindern behandeln Ärzte stationär.

Denn es besteht die Gefahr der Dehydration, also der Austrocknung.

Welche Symptome Rotaviren auslösen

Rotavirus-Gastroenteritis hat folgende Symptome:

  • Durchfall und Erbrechen
  • Fieber
  • Bauchkrämpfe

Diese Symptome können vom Arzt behandelt werden. Die größte Gefahr - gerade für Säuglinge und Kleinkinder - ist die Dehydration. Denn das häufige Erbrechen kann Essen und Trinken für Kinder unmöglich machen.

Woran ihr eine Dehydration bei eurem Kind bemerkt

Anzeichen für eine Dehydration sind:

  • Fehlende Tränen
  • Eingesunkene Augen
  • Trockene Schleimhäute
  • Weniger Urin

Nehmen Eltern diese Symptome war, sollten sie schnell handeln und mit ihrem Kind zum Arzt. Denn der Flüssigkeitshaushalt muss wieder ausgeglichen werden.

Ansteckung verhindern

Eine Impfung kann eine Infektion verhindern. Zudem bilden Kindern meist nach der ersten Rotavirus-Erkrankung eine gewisse Immunität aus.

Experten nehmen eine Schmierinfektion als Übertragungsweg an. Eltern, die ihre Kinder pflegen, sollten sich also über Desinfektionsmaßnahmen informieren.

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(kap)

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