POLITIK
15/11/2017 16:12 CET

Todesurteil für Trump: So rechnet Nordkoreas Staatspresse mit dem US-Präsidenten ab

  • Der Krieg der Worte zwischen Donald Trump und Kim Jong-un mutet oft wie ein Streit zwischen Kindern an

  • Zuletzt nannte der nordkoreanische Diktator den US-Präsidenten "alt", der revanchierte sich mit einem "klein und fett"

  • Die Retourkutsche der nordkoreanischen Staatspresse seht ihr auch im Video oben

“Rodong Sinmus”, die offizielle Zeitung aus Nordkorea, hat den nächsten Tiefschlag in der Verbalschlacht zwischen Donald Trump und dem Regime von Kim Jong Un gesetzt.

Die Zeitung nannte Trump einen “Sklaven des Geldes” und schrieb: “Er sollte wissen, dass er ein scheußlicher Verbrecher ist, der von den Koreanern zum Tod verurteilt wurde.”

Die "Hölle Nordkorea" und der "verkalkte Alte"

Trump hatte die aktuelle Runde des Streits selbst eröffnet.

In einer Rede vor dem südkoreanischen Parlament in Seoul hatte der US-Präsident im Atomstreit zwar nicht nachgelegt, aber vor Kims Regime gewarnt. In harschen Worten beschrieb er die unterschiedliche Entwicklung in Nord- und Südkorea. Trump sagte: “Es ist eine Hölle, die kein Mensch verdient hat.”

Die Antwort aus Nordkorea ließ nicht lange auf sich warten. Trumps Worte seien die “rücksichtslosen Äußerungen eines verkalkten Alten”.

Die "Hölle Nordkorea" und der "verkalkte Alte"

Trump war unterdessen von Südkorea nach Vietnam weitergereist und twitterte aus Hanoi. Provokant fragte er, warum Kim ihn alt nenne. Schließlich würde er Kim niemals als “klein und fett” bezeichnen.

Die nordkoreanische Zeitung bezog sich indirekt auf diesen Tweet. Sie schrieb in ihrem Vorwort, Trump verdiene den Tod, da er die Würde Kim Jong Uns verletzt habe.

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(jg)