Sieben wissenschaftliche Belege, warum in jedem Büro ein Hund sein sollte

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Sieben wissenschaftliche Belege, warum in jedem Büro ein Hund sein sollte | getty
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  • Eine Befragung der Arbeitgeber-Bewertungsplattform "Kununu" zeigt: Der Wunsch, einen Hund mit ins Büro zu nehmen, ist groß
  • Dennoch verbieten immer noch viele Unternehmen einen Hund - zu Unrecht
  • Denn internationale Studien beweisen: Ein Hund im Büro hat viele Vorteile

Niemand, der einen Hund hat, würde ihn wohl jemals wieder hergeben. Wer einen Job beginnt, in dem Hunde verboten sind, steht deshalb oft vor einem großen Problem.

Seinen Hund mit ins Büro zu nehmen steht laut einer Studie der Arbeitgeber-Bewertungsplattform "Kununu" sogar auf Platz drei der größten Wünsche der Arbeitnehmer - direkt nach flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit zum Home Office.

Dass viele Unternehmen keine Hunde erlauben, halten Experten für einen Fehler. Studien belegen, dass ein Hund im Büro sogar viele Vorteile hat.

1. Hunde reduzieren Stress

Internationale Studien zeigen, dass ein Hund im Büro das Stresslevel der Mitarbeiter deutlich senkt. Das belegten Wissenschaftler beispielsweise innerhalb einer Studie an der Commonwealth University in Virginia, USA.

Das Forscherteam führte eine Untersuchung in einer Firma mit 450 Mitarbeitern durch, die insgesamt regelmäßig zwischen 20 und 30 Hunde im Unternehmen hatten. Dabei befragten sie sowohl die Arbeitnehmer, die einen Hund mit ins Büro brachten als auch die, die keinen Hund hatten oder ihn nicht mit ins Büro brachten.

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Zusätzlich untersuchten sie die Speichelproben der Befragten auf Stresshormone. Die Ergebnisse zeigten: Die Kollegen mit Hund im Büro gaben nicht nur an, weniger unter Stress zu leiden - dies bewiesen auch ihre Speichelproben.

Bei der Gruppe, die ihre Hunde zu Hause ließ, normalerweise die Hunde aber dabei hatte, war außerdem ein signifikanter Anstieg des Stresslevels zu beobachten.

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Auch die Kollegen der Hundebesitzer profitierten von dem Tier. Denn sie gaben an, zufriedener mit der Arbeit zu sein, wenn ein Hund im Büro war.

Wissenschaftler begründen den verminderten Stress durch einen Hund insbesondere mit dem Hormon Oxytocin. Das Hormon wird bei Menschen erwiesenermaßen beim Streicheln eines Hundes freigesetzt. Das sogenannte Liebeshormon hilft dabei, Dauerstress zu mildern und die Produktion der Stresshormone Cortisol und Insulin abzuschwächen.

Hunde könnten sogar gegen Burnout helfen

In einer "Xing"-Studie gaben außerdem knapp 4 von 10 Arbeitnehmern an, dass Hunde am Arbeitsplatz ihren Stress reduzieren würden und sie diese entspannend finden.

Der Bundesverband Bürohund e.V. setzt sich deshalb dafür ein, dass in jedem Büro ein Hund sein sollte. Sie sehen Hunde im Büro sogar als Chance, arbeitsbedingte psychische Belastungen, insbesondere Burnout, zu senken.

2. Hunde zu streicheln, kann den Blutdruck senken

Eine Studie der University of Missouri, USA, hat herausgefunden, dass Hunde streicheln nicht nur gegen Stress hilft, sondern auch den Blutdruck senken kann. Menschen, die 15-30 Minuten lang einen Hund gestreichelt hatten, wiesen einen Blutdruckabfall von 10 Prozent auf.

Außerdem stärke das Streicheln von Tieren das Immunsystem und hebe allgemein die Stimmung, geht aus Langzeitstudien hervor.

Bolle arbeitet als Bürohund in Teilzeit bei der HuffPost

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3. Hunde können den Zusammenhalt von Mitarbeitern stärken

Hunde können sogar dabei helfen, das Vertrauen und den Zusammenhalt zwischen Kollegen zu stärken. Das hat eine Studie der Central Michigan University in den USA ergeben. 120 Studenten wurden in Gruppen von vier Personen unterteilt. Jede der Gruppen sollte einen kurzen Werbe-Spot kreieren.

In einigen der Gruppen war ein Hund, in anderen nicht. Bei den Gruppen mit Hund zeigte sich, dass die Teammitglieder mehr interagierten. Außerdem gaben sie im Nachhinein an, zufriedener mit der Teamleistung zu sein als die Gruppen ohne einen Hund im Team.

4. Mitarbeiter gehen bessere und tiefere Beziehungen ein

Dieselbe Studie hat herausgefunden, dass zwischenmenschliche Beziehungen tiefer und die Teamzufriedenheit bei Gruppen mit Hunden höher ist.

Durch den Hund kamen sich die Teammitglieder schneller näher - denn der Hund lieferte ihnen ein Gesprächsthema. Das zeigte sich auch im weiteren Verlauf der Gruppenarbeit. Die Teammitglieder diskutierten angeregter und führten tiefergehende Gespräche als die ohne Hund - ihre Beziehungen verbesserten sich nachhaltig.

5. Ein Spaziergang mit Hund kann die Kreativität fördern

Mit einem Hund spazieren zu gehen, verbessert die psychische Gesundheit der Mitarbeiter, denn das Gehirn kann sich währenddessen erholen. Aber nicht nur das: Studien zufolge kann ein Spaziergang die Inspiration um bis zu 60 Prozent steigern.

6. Hunde machen glücklich

Auch Spirou ist Teilzeit-Bürohündin der HuffPost

Studien zeigen, dass die Oxytocinproduktion, also die Produktion des sogenannten Liebeshormons, bei Männern und Frauen um bis zu 300 Prozent steigt, wenn sie einen Hund nur anschauen. Dass das auch der Arbeit guttut, ist naheliegend, denn durch einen erhöhten Oxytocinspiegel werden Menschen erwiesenermaßen ruhiger und ausgeglichener - und glücklicher.

7. Hunde machen Unternehmen beliebt

Eine Statista-Studie zeigt, dass für ein Drittel der deutschen Berufstätigen, nämlich 34 Prozent, die Attraktivität des Arbeitgebers steigt, wenn dieser Haustiere am Arbeitsplatz erlaubt.

26 Prozent der befragten Arbeitnehmer der Arbeitgeber-Bewertungsplattform "Kununu" wünschen sich ein hundefreundliches Büro. Einen Hund mit ins Büro nehmen zu dürfen, war sogar der drittgrößte Wunsch der Befragten, noch vor einem höheren Gehalt. Hunde können ein Unternehmen in der Öffentlichkeit also sympathisch wirken lassen.

55 Prozent aller Millennials, die soziale Medien nutzen, folgen außerdem mindestens einem Tier-Account. Ein Bürohund könnte also sogar neue junge Talente anlocken - mit oder ohne Hund.

Mal ehrlich: Was spricht jetzt noch gegen einen Hund im Büro?!

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(ks)

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