Barbie mit Hidschab: Warum die sexistischste Puppe der Welt Kopftuch trägt

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Barbie mit Hidschab: Warum die sexistischste Puppe der Welt Kopftuch trägt | Andrew Kelly / Reuters
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  • Der US-Spielzeughersteller Mattel hat erstmals eine Barbie mit muslimischem Kopftuch herausgebracht
  • Die Figur ist eine Hommage an eine starke Frau: die Sportlerin Ibtihaj Muhammad

Die Barbiepuppe steht für viel, was die Gesellschaft heftig diskutiert: für ein krank machendes Schönheitsideal, für Sexismus.

Und jetzt trägt ausgerechnet diese Symbolfigur des US-amerikanischen Bodykults auch noch ein Kleidungsstück, das Kritiker - in vielen Fällen zu Unrecht - ebenfalls als Symbol der Unterdrückung der Frau anprangern. Nicht weil es entblößt, sondern weil es verhüllt: ein Kopftuch.

Puppe nach dem Vorbild eine Olympia-Sportlerin

Tatsächlich aber setzt der US-Spielzeughersteller Mattel mit seiner Puppe ein starkes Signal, denn die Puppe ist eine Hommage an eine starke Frau:

Die neue Puppe der "Sheroes"-Kollektion ist eine Hommage an die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad (31), wie Mattel am Montag auf seiner Webseite bekanntgab. Dementsprechend trägt die Barbie ein muslimisches Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt. Als erste US-Sportlerin mit Hidschab war Muhammad im vergangenen Jahr in Rio bei Olympia angetreten.

Mit den "Shero"-Puppen, deren Namen sich aus den englischen Wörtern "she" (sie) und "hero" (Held) zusammensetzt, will Mattel eigenen Angaben zufolge weibliche Vorbilder feiern, die Mädchen inspirieren sollen.

Die Sportlerin selbst zeigte sich auf Twitter begeistert von der neuen Puppe. "Ich bin stolz, zu wissen, dass kleine Mädchen überall jetzt mit einer Barbie spielen können, die einen Hidschab trägt." Damit sei für sie ein Kindheitstraum wahr geworden, sagte Muhammad.

2017-09-04-1504512891-8209760-CopyofHuffPost.png Young Urban Muslims - das Sprachrohr für alle jungen Muslime, die keine Lust haben, dass immer nur über sie geredet wird.

(amr)

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