Sexuelle Übergriffe und Schlägereien: 50 Festnahmen bei Karnevals-Auftakt in Köln

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COLOGNE KARNEVAL
Polizist in Köln | dpa
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  • Mehrere Städte feierten am 11. November den Anfang der Karnevalssaison
  • In Köln waren mehr als 1000 Beamte im Einsatz
  • Die Polizei nahm 50 Personen wegen sexueller Übergriffe und Körperverletzung fest und musste mehrere Strafanzeigen schreiben

Zehntausende Jecken und Narren haben in den Karnevalshochburgen den Start in die närrische Jahreszeit gefeiert.

Vor allem in Köln kam es dabei aber zu unschönen Szenen.

In der Domstadt wurden die Hauptplätze der Feiernden in der Innenstadt zeitweise wegen Überfüllung gesperrt. Hier gab es etliche Polizeieinsätze, mehr als 1000 Beamte waren im Einsatz. Die Polizei meldete vom Samstag rund 50 Festnahmen und mehrere Strafanzeigen - unter anderem wegen sexueller Übergriffe und Körperverletzungen.

"Sodom und Gomorrha"

Ein Unbekannter hatte einen Bierkrug in eine Menschenmenge geworfen, der zwei Frauen am Kopf traf. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Am frühen Sonntagmorgen habe sich die Situation dann beruhigt.

Ein erfahrener Mitarbeiter der Stadtverwaltung sprach gegenüber dem "Kölner Stadtanzeiger" vom "schlimmsten Elften im Elften, den ich je erlebt habe“.

Auch die Karnevalskünstler der Gruppe Rabaue zeigten sich entsetzt. der Sänger Alexander Barth sagte dem "Stadtanzeiger": "Sodom und Gomorrha. Unsere Wege zu den Veranstaltungen in der Innenstadt waren ein echter Spießrutenlauf vorbei an besoffenen Kindern und krakeelende Erwachsenen, durch Pisse, kaputte Flaschen und dergleichen.“

Die Polizei in Köln beurteilte die Stimmung zunächst als ausgelassen, gegen Nachmittag musste sie vermehrt eingreifen: "Zu späterer Stunde steigt natürlich auch der Alkoholpegel", sagte ein Polizeisprecher. "Da kommt es zu Auseinandersetzungen und Pöbeleien."

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