Landesverband der Jungen Union fordert Rücktritt von CDU-Generalsekretär Peter Tauber

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Landesverband der Jungen Union fordert Rücktritt von CDU-Generalsekretär Peter Tauber | dpa
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  • Die Junge Union in Baden-Württemberg fordert den Rücktritt von CDU-Generalsekretär Peter Tauber
  • Als Wahlkampfleiter treffe Tauber eine besondere Verantwortung für das schlechte CDU-Ergebnis bei der Bundestagswahl

Der erste Landesverband der Jungen Union fordert den Rücktritt von CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Der baden-württembergische Parteinachwuchs habe am Sonntag mit deutlicher Mehrheit einen entsprechenden Antrag verabschiedet, berichtet die Tageszeitung "Die Welt".

Als Wahlkampfleiter treffe Tauber eine besondere Verantwortung beim schlechten Wahlergebnis der CDU, heiße es einem Papier, das der Zeitung vorliegt. Die Partei kam bei der Bundestagswahl gerade einmal auf 32,9 Prozent.

Der Landesverband wirft dem Generalsekretär vor, mehrere Fehler begangen zu haben.

Tauber und der Minijob-Eklat

Tauber habe es nicht geschafft, den Menschen die Inhalte des CDU-Wahlprogrammes zu vermitteln. Sein Verhalten in den sozialen Netzwerken bezeichnet die Junge Union als nicht tragbar.

Tauber hatte mit einer Nachricht auf dem Kurznachrichtendienst Twitter für Empörung gesorgt
. "Wenn Sie was Ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs", schrieb Tauber als Antwort auf einen Nutzer bei einer Debatte zum Thema Vollbeschäftigung.

"Hart arbeitende Menschen haben unseren Respekt verdient und deren Anliegen sollten ernst genommen werden", heiße dazu in der Rücktrittsforderung, berichtet die "Welt".

Tauber wird derzeit aufgrund einer Krankheit bei den Sondierungsgesprächen in Berlin von dem CDU-Politiker Michael Grosse-Brömer vertreten.

Es ist nicht die erste Rücktrittsforderung eines Landesverbandes der Jungen Union. Auch der bayerische Landesverband forderte nach der Bundestagswahl den Rückzug von CSU-Chef Horst Seehofer. Der Nachwuchs in der Union will derzeit offenbar die Neuausrichtung der CDU und CSU befördern.

Mehr zum Thema: "Größtes Ärgernis in 23 Jahren Bundespolitik": Wolfgang Bosbach rechnet mit Peter Tauber ab

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(mf)

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