Aigner: CSU gibt "katastrophales" Bild ab

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ILSE AIGNER SEEHOFER
Aigner: CSU gibt "katastrophales" Bild ab | Joerg Koch via Getty Images
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  • Während in Berlin CSU-Chef Seehofer über Jamaika verhandelt, planen seine Rivalen in Bayern die Palastrevolte
  • Die Machtkämpfe sorgen für heftige Kritik in der Partei
  • Die bayerische Wirtschaftsminister Ilse Aigner sagte, die CSU gebe ein "katastrophales Bild" ab

Die bayerische Wirtschaftsministerin und Vorsitzende des CSU-Bezirksverbandes Oberbayern, Ilse Aigner, hat heftige Kritik an den Machtkämpfen in der CSU geübt.

"Ich bin davon überzeugt, dass von der derzeitigen Diskussion niemand profitiert - und das Bild, das wir abliefern, ist katastrophal", sagte sie der "Welt am Sonntag".

Söder steht für Nachfolge bereit

CSU-Chef muss seit dem katastrophalen Ergebnis bei der Bundestagswahl um seinen Job bangen.

Mit der bayerischen Jungen Union stellte sich vor wenigen Tagen der erste große Parteiverband offen gegen ihn. Sein Nachfolger könnte der bayerische Finanzminister Markus Söder werden.

"Die Menschen bekommen das Gefühl, uns interessierten nur unsere Politikerkarrieren", sagte Aigner.

Aigner warnt vor Rechtsruck in der CSU

Sie warnte einige Parteifreunde davor, als Folge der Wahlschlappe bei der Bundestagswahl die CSU nun auf einen Rechtskurs einzuschwören:

"Wir haben mitnichten nur an die AfD Stimmen verloren, sondern auch an Grüne und FDP. Diese Stimmen aus dem bürgerlichen Lager sind endgültig verloren, wenn wir jetzt nur noch auf Lautsprecherei setzen und ausschließlich zum rechten Rand schielen", sagte sie.

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