So viel kostet es, Kevin Spacey aus seinem Film zu schneiden

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Kevin Spacey kommt das Studio von "All The Money In The World" teuer zu stehen

Damit sein Film "All The Money In The World" nach den zahlreichen Missbrauchs-Vorwürfen gegen Kevin Spacey (58) nicht einem weltweiten Boykott zum Opfer fällt, fällte Regisseur Ridley Scott (79, "Blade Runner") eine drastische Entscheidung: Er wird Spacey nachträglich durch Christopher Plummer (87, "Remember") ersetzen. Eine Maßnahme, die das Studio Millionen kosten dürfte, wie das Branchen-Magazin "Variety" nun unter Berufung auf Insider und Experten ermittelt hat.

Obwohl Spacey nur eine Nebenrolle hatte, ist ein umfangreicher Neudreh notwendig, der acht bis zehn Tage verschlingen wird, wie an dem Projekt beteiligte Insider "Variety" verrieten. Ein Charakterdarsteller wie Plummer kann hierfür ein Gehalt von bis zu 400.000 Dollar (ca. 340.000 Euro) verlangen.

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Eine digitale Lösung ist keine Option

Doch nicht nur Plummer muss zum Nachdreh antreten. Ihn lediglich vor einer Green Screen zu filmen und digital in das bestehende Filmmaterial einzufügen kommt laut der Quellen nicht in Frage. Deswegen sind auch andere Schauspieler für die neuen Dreharbeiten notwendig. Darunter auch Michelle Williams (37, "Manchester by the Sea") und Mark Wahlberg (46), die Szenen mit Spacey hatten und sich beide zu der Maßnahme, ihn aus dem Film entfernen zu lassen, bereiterklärt haben, jedoch sicherlich nicht umsonst arbeiten werden.

Da zudem das Marketing-Material, das ursprünglich auch mit dem zweifachen Oscar-Preisträger Spacey punkten wollte, in umfangreichem Maß neu konzipiert werden muss, dürften sich die Kosten nach Experten-Meinung insgesamt auf ein Minimum von 10 Millionen Dollar (8,5 Millionen Euro) belaufen.

Dass die Versicherung dafür aufkommt ist unwahrscheinlich - sogenannte "Blamage Klauseln" sind äußerst selten. Das Studio Imperative Entertainment wird die Kosten also selbst tragen müssen. Ein wenig sind sie daran selbst schuld, denn Scott wollte urprünglich ohnehin Plummer verpflichten, doch das Studio wollte lieber einen größeren Namen und setzte Spacey durch.

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