Ex-AfD-Chefin soll unter Polizeischutz stehen: "Ich bekomme auch von enttäuschten AfD-Anhängern Drohungen"

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FRAUKE PETRY
Medienbericht: Ex-AfD-Chefin Petry steht wegen Drohungen unter Personenschutz | Fabrizio Bensch / Reuters
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  • Die frühere AfD-Chefin Petry hat im Gespräch mit dem "Tagesspiegel" von Drohungen gegen ihre Person berichtet
  • Sie könne nicht ohne Polizeischutz einkaufen gehen

Ex-AfD-Chefin Frauke Petry braucht offenbar Polizeischutz. "Es gibt nun nicht mehr nur von links, sondern auch von enttäuschten AfD-Anhängern viele Drohungen", sagte sie im Gespräch mit dem "Tagesspiegel" am Samstag.

Sie könne nun nicht einmal ohne die Beamten einkaufen gehen. Für ihre Kinder sei es seit ihrem AfD-Austritt aber einfacher geworden. "Sie wurden ja nicht nur für unser politisches Tun angefeindet, sondern vor allem für diverse Ausfälle anderer AfD-Repräsentanten", sagte Petry.

Die 42-Jährige war am Tag nach der Bundestagswahl aus der AfD-Bundestagsfraktion ausgetreten und verließ kurz darauf zusammen mit ihrem Ehemann Marcus Pretzell - früher AfD-Chef in Nordrhein-Westfalen - die Partei. Petry ist nach wie vor fraktionslose Bundestagsabgeordnete.

Neustart in Blau

Die Episode sorgte für einen Eklat. AfD-Mitglieder und -Anhänger forderten die Politikerin auf, ihr Mandat zurückzugeben.

Für ihren politischen Neustart gründeten Petry und Pretzell unterdessen die "Blaue Partei". "Erhebungen zeigen ein Potential von 30 Prozent für konservative Wähler. Die werden weder von der derzeitigen CDU, noch von der AfD bedient und brauchen endlich wieder eine Heimat", sagte Petry dem "Tagesspiegel". Ihre neue Partei soll diesen Wählen eine Heimat geben.

Mehr zum Thema: "Hexenjagd": Das sagt Frauke Petry über ihre letzten Monate in der AfD

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(lp)

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