Unfall auf der A3: Feuerwehrmann spritzte Gaffer nass - jetzt droht ihm Ärger mit der Justiz

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  • Ein Feuerwehr hat nach einem Unfall auf einer Autobahn Gaffer mit Wasser bespritzt
  • Nun könnte dem Mann ein Verfahren drohen
  • Im Video oben seht ihr die Szenen von der Unfallstelle

Es war eine ungewöhnliche Aktion: Nach einem Lastwagen-Unfall auf der A3 im Spessart hatte ein Feuerwehrmann Gaffer mit einem Schlauch abgespritzt - um sie zu vertreiben.

Bei dem Unfall waren drei Menschen gestorben. Einige Schaulustige fuhren langsam an der Unfallstelle bei Weibersbrunn nahe Aschaffenburg vorbei oder blieben sogar stehen.

Jetzt droht dem Feuerwehrmann Ärger von der Staatsanwaltschaft.

Rechtsanwalt hält Verfahren für wahrscheinlich

Bei der Maßnahme handelte es sich um einen "gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr", berichtet die Regionalzeitung "Main-Post". Daher sei die Staatsanwaltschaft gezwungen, gegen den Feuerwehrmann zu ermitteln.

Der Würzburger Rechtsanwalt Hans-Erich Jordan bestätigte gegenüber der Zeitung, dass ein Verfahren gegen den Mann sehr wahrscheinlich sei.

Der Pressesprecher der Feuerwehr Aschaffenburg, Thomas Rollmann, erklärte gegenüber der "Main-Post" nochmals das Verhalten seines Kollegen: Einige Fahrer hätten im Vorbeifahren Fotos und Video von der Bergung der Leichen gemacht.

"Da ist dem Kollegen einfach der Kamm geschwollen und hat Wasser in ihre Richtung gespritzt", zitiert die Zeitung Rollmann. Im Nachhinein sei allen Einsatzkräften klar gewesen, "dass das nicht korrekt war". So etwas dürfe nicht mehr passieren, stellte er klar.

Dennoch wollte Rollmann dem Kollegen keinen Vorwurf machen. "Er war in dem Augenblick einfach emotional, die Konsequenzen waren ihm da nicht bewusst." Eine Strafanzeige gegen den Feuerwehrmann hält Rollmann für übertrieben.

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