"Ich wollte als Araber ein Zeichen setzen": Wie ein Libanese deutschen Obdachlosen hilft

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  • Ali Matar wird als Libanese in Deutschland immer wieder angefeindet
  • Und setzte ein Zeichen gegen Hass und Missgunst: Er schenkte Obdachlosen arabisches Essen
  • Wie die Menschen auf der Straße reagierten, seht ihr im Video oben

“Die Ausländer bekommen alles, während Deutschen auf unseren Straßen verhungern.”

Kommentare wie diese finden sich unter so gut wie jedem Facebook-Post, der auch nur entfernt etwas mit Migration oder Flüchtlingen zu tun hat.

Neid, Hass und Rassismus sprechen aus den Posts. Und Dummheit.

Ali Matar, Blogger, Youtuber und Architektur-Student aus Bremen, kam 2013 aus dem Libanon nach Deutschland, und kennt die miesen Sprüche nicht nur aus dem Internet.

Essen aus der Heimat für deutsche Obdachlose

“Eines Tages war ich an der Supermarktkasse angestanden, als ein Mann vor mir in der Schlange mich ansah. Dann drehte er sich um, und begann, über die Araber, die Flüchtlinge und den Islam zu schimpfen. Wahrscheinlich kannte er keinen einzigen Araber persönlich”, sagt Matar der HuffPost.

Er wollte etwas tun - und hatte eine Idee, wie er den Deutschen seine Heimat näher bringen und zugleich etwas Gutes tun könnte in der Stadt, in der er lebt und studiert: Er hat typische arabische Gerichte aus seiner Heimat gekocht und sie Obdachlosen angeboten.

"Als Araber wollte ich ein Zeichen setzen"

Dabei entstand ein kurzes Video, mit dem er andere motivieren will, selbst etwas zu tun für den Zusammenhalt der Gesellschaft. “Als Araber in Deutschland wollte ich ein Zeichen gegen Rassismus setzen und den Leuten zeigen, dass wir alle füreinander da sind in diesem Land, unabhängig davon, wo wir herkommen, welche Religion und welche Hautfarbe wir haben”, sagt Matar.

2017-09-04-1504512891-8209760-CopyofHuffPost.png Young Urban Muslims - das Sprachrohr für alle jungen Muslime, die keine Lust haben, dass immer nur über sie geredet wird.

(sk)

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