Sat.1-Moderatorin Lufen erzählt bei "Maischberger", wie ein Fotograf über sie herfiel - und warum sie sich bis heute Vorwürfe macht

Veröffentlicht: Aktualisiert:
LUFEN
Sat.1-Moderatorin Lufen erzählt bei "Maischberger", wie ein Fotograf über sie herfiel - und sie sich bis heute Vorwürfe macht | ARD Screenshot
Drucken
  • Bei "Maischberger" hat die Sat.1-Moderatorin Marlene Lufer über einen sexuellen Übergriff berichtet
  • Als 19-Jährige wurde die damalige Studentin von einem Fotografen bedrängt
  • Sie konnte fliehen - wendete sich aber nicht an die Polizei

Die Welle von Schilderungen von Frauen, die offen über ihre Erfahrungen von sexuellen Übergriffen und Missbrauch berichten, reißt nicht ab. Der Skandal um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein hat die #Metoo-Debatte ausgelöst. Auch Sandra Maischberger widmete sich am Mittwoch in ihrer Talkshow dem Thema.

Eine der Gäste war Sat.1-"Frühstücksfernsehen"-Moderatorin Marlene Lufen. Sie erzählte von einem Übergriff eines Mannes, dem sie eigentlich vertraute, doch der plötzlich "über mich hergefallen ist", wie Laufen bei "Maischberger" erzählte

Bei der Attacke war sie 19 Jahre alt - doch zur Polizei sei sie damals nicht gegangen. "Es war damals überhaupt nicht in der Vorstellung, dass man so jemanden anzeigt." Heute könne sie die Entscheidung nicht mehr nachvollziehen.

"Der Fotograf hat mich auf sein Bett geschmissen und mich an meinen Schultern festgehalten"

Lufen war Studentin und Model, als ein junger Fotograf Bilder von der damals 19-Jährigen machen wollte. Sie hätten erst Fotos gemacht, wo sie bekleidet war.

Dann schlug der Mann vor, "künstlerische Aufnahmen" zu machen. "Ich habe schon empfunden, dass ich das nicht so gut finde - aber ich war eben 19 und noch nicht so souverän."

Aber Lufen ließ sich zu freizügigeren Fotos überreden. "Am Ende saß ich in Höschen und Unterwäsche da", erinnerte sich Lufer. Als sie wieder angezogen war, sei es passiert: "Der Fotograf hat mich auf sein Bett geschmissen und mich an meinen Schultern festgehalten."

Lufen konnte sich selbst aus der Situation befreien. "Ich hatte genug körperliche Kraft und bin dann raus."

Bis heute kann sich die Moderatorin nicht mehr erinnern, wie sie nach ihrer Jacke und ihre Tasche gegriffen hatte. "Ich weiß nur noch, wie es dort ausgesehen hat - und das ich rausgerannt bin."

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Korrektur anregen