Das ist das wohl gefährlichste Hostel der Welt - sogar der Besitzer warnt davor

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  • Der "Frying Pan Tower" ist eine ehemalige Leuchtturm-Station im Atlantik
  • Heute ist es ein Hostel für Abenteurer
  • Warum es so gefährlich ist und warum sich eine Reise trotzdem lohnen kann, seht ihr im Video oben

Ein Blick aus dem Fenster offenbart nichts als Wasser. Das Zimmer ist schlicht, aber gemütlich. Luxus sieht definitiv anders aus, dafür ist eine Übernachtung ein ziemliches Abenteuer. Genau das erwartet Gäste des “Frying Pan Tower“, zu deutsch: ”Bratpfannen-Turm”.

Der Frying Pan Tower steht auf einer Stelzenkonstruktion 25 Meter über der Meeresoberfläche mitten im Atlantik vor der Küste von North Carolina in den USA. Er ist etwa 50 Kilometer vom Festland entfernt.

Die ehemalige Leuchtturm-Station war bis zu den 1970er-Jahren in Betrieb. Heute ist sie ein Hostel. Der Amerikaner Richard Neal ersteigerte die Station im Jahr 2010 für 75.000 Euro und begann sie Stück für Stück zu renovieren.

Auf der Webseite wirbt der Betreiber mit einem Panoramablick auf das offene Meer, den atemberaubenden Sonnenuntergängen und dem klaren Sternenhimmel auf hoher See.

Der Besitzer warnt vor vielen Gefahren, die die Besucher erwarten

Das unkonventionelle Hostel ist allerdings etwas für echte Abenteurer. Denn selbst Neal warnt vor vielen Gefahren, die die Besucher erwarten. Das fängt schon bei der Anreise an. Eine Überfahrt mit dem Boot ist gefährlich, da das fragile Bauwerk mitten in der Hurricane Alley steht. Die Gegend wird regelmäßig von heftigen Stürmen durchgeschüttelt.

Noch dazu liegt sie am südlichen Ende des sogenannten “Friedhof des Atlantiks“. Das Gebiet heißt so, weil dort schon mehrere Schiffe aufgrund des dichten Nebels gesunken und viele Seeleute ertrunken sind. Besucher können aber auch mit dem Helikopter anreisen. Laut der Website wird den Gästen empfohlen, fit und gesund zu sein. Als Besucher ist es zudem Pflicht, vorab eine Einverständniserklärung zu unterschreiben.

Wasser und Strom können zur Mangelware werden

In dieser werden alle Risiken, die mit einem Aufenthalt verbunden sind, aufgelistet. Es kann vorkommen, dass nicht genug Trinkwasser, Strom oder genügend Sicherheitseinrichtungen vorhanden sind. Außerdem besteht die Gefahr, sich auf der Station schwere Verletzungen zuzuziehen oder sogar tödlich zu verunglücken.

Der Gast erklärt mit seiner Unterschrift, das Risiko selbst zu tragen. Besitzer Neal warnt auch, dass Gäste höllisch aufpassen sollten, nicht von der Plattform herunterzufallen oder sich am offenen, rostigen Stahl zu schneiden.

Die Station hält auch sehr starkem Wind stand

Auf der Website werden interessierte Gäste zudem vor Bleifarbe, Asbest und unbekannten, toxischen Materialien gewarnt. Immerhin: Zwar waren Besucher auf der Plattform schon einmal einem Hurrikan ausgesetzt, zu Schaden sei aber keiner gekommen, versichert Neal dem Online-Portal “Chron“. Sogar sehr starken Wind halte die Station stand, sagte Neal.

Wer sich dennoch auf das Abenteuer einlassen will, kommt nicht gerade günstig davon. Ein Zimmer für zwei Nächte kostet pro Person umgerechnet 515 Euro – ohne Transport. Um den kümmert man sich selbst oder bucht ihn gegen einen Aufpreis dazu. Wem das allerdings zu teuer ist, kann auch als freiwilliger Helfer anheuern.

Wer also all die Risiken ausblenden kann und sich auf das Abenteuer einlassen will, wird dafür mit diesem schönen Ausblick belohnt.

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