Viele Briten sind wütend auf Kates und Williams ungeborenes Kind

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  • Kate und Prinz William erwarten ihr drittes Kind
  • Das gefällt jedoch nicht allen Bürgern in Großbritannien
  • Im Video oben seht ihr, wieso das Paar mit dem dritten Kind eine jahrzehntelange Tradition bricht

Prinz William und seine Frau Kate erwarten im Frühjahr ihr drittes Kind. Das freut nicht jeden.

Denn: In Großbritannien bekommen Frauen ab dem dritten Kind keinen finanziellen Zuschuss mehr. Es sei denn, es ist vor dem 6. April 2017 geboren.

Hinzu kommt noch, dass Frauen mit mehr als zwei Kindern aktuell keinen Uni-Kredit mehr für diese beantragen können.

Das sogenannte "Zwei-Kinder-Limit" wird ausführlich auf der Webseite der britischen Regierung erklärt.

Ausnahmen von der Regelung gibt es: Beispielsweise, wenn das dritte Kind über britische Behörden adoptiert wurde. Oder die Schwangerschaft aus einer Vergewaltigung resultiert. Wer Zwillinge bekommt, kann sich auch beim dritten Kind über finanzielle Unterstützung vom Staat freuen.

"Die Schnorrer sitzen an der Spitze"

Alles Ausnahmen, die auf Herzogin Kate jedoch nicht zutreffen. Aber das müssen sie auch gar nicht. Denn Kate ist ja Mitglied des britischen Königshauses – und das finanziert sich bei allem, was es tut, aus den Steuergeldern der britischen Bürger. Kate ist also nicht auf Zuschüsse angewiesen, weder beim ersten noch beim zweiten oder dritten Kind.

Das gefällt vielen Britinnen nicht. Auf Twitter machen sie ihrem Ärger Luft über diese Ungerechtigkeit.

Twitter-Userin Remoaner schreibt: "Wäre Kate Middleton arm, würde sie keine Steuervorteile beim dritten Kind bekommen."

Unter ihrem Tweet wird heftig diskutiert.

Nutzer "WillVorstellung" fordert sogar ein britisches Referendum - vermutlich, um über das weitere Bestehen der britischen Monarchie abzustimmen.

Ein weiterer findet: "Die größten Schnorrer sitzen an der Spitze."

Berechtigter Ärger? In der Sache vielleicht, denn die Frage der Gerechtigkeit stellt sich natürlich. Das Kind ist aber die falsche Zielscheibe. Wahrscheinlich geht es den meisten aber auch nicht darum, ob Kate nun zwei, drei oder auch fünf Kinder hat.

Wahrscheinlicher ist, dass die Kommentatoren generell ein Problem mit dem britischen Königshaus und seinen Finanzvorteilen haben. Und damit, dass sich dessen Mitglieder einfach nie Gedanken darüber machen müssen, ob sie sich etwas leisten können oder nicht.

Kate oder das britische Königshaus haben auf die Vorwürfe noch nicht reagiert.

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