7 wissenschaftlich belegte Gründe, warum du Single bleiben solltest

Veröffentlicht: Aktualisiert:
HAPPY YOUNG PEOPLE
Single zu sein kann auch seine Vorzüge haben. | Lev Dolgachov / Alamy
Drucken
  • Die Zahl der Singles in Deutschland ist auf dem Höchststand
  • Viele assoziieren mit dem Single-Dasein eher Schlechtes
  • Dabei gibt es viele wissenschaftlich belegte Gründe, warum es sogar besser ist, keine Beziehung zu führen

Singles sind einsam, schlagen sich die Nächte auf der Suche nach One-Night-Stands um die Ohren und fühlen sich unerfüllt. Das sind nur einige der vielen Klischees über das Single-Dasein. Aus dem Umfeld kommen oft Sprüche wie: "Du bist Single? Ach, mach dir keine Sorgen, du findest bestimmt bald den richtigen Partner!"

Und wenn du dann sagst, dass du zufrieden mit deinem Single-Status bist, bekommst du nicht selten einen mitleidigen Blick verpasst. Denn: Das musst du ja sagen.

Doch es gibt eine gute Nachricht für alle Singles da draußen: Die Wissenschaft zeigt, warum es sogar besser ist, Single zu sein.

Hier sind 7 Beweise:

1. Als Ehefrau stirbst du eher

Entdeckt hat das Stefan Felder von der Universität Magdeburg. Er sammelte Daten von mehr als 100 000 verstorbenen Schweizern im Mindestalter von 65. Daraufhin wertete er sie nach Geschlecht, Alter und Familienstand aus und machte den erschreckenden Befund.

Volle anderthalb Jahre früher sterben verheiratete Frauen als unverheiratete.

Der Grund dafür sind laut dem Forscher die kleinen Entscheidungen in der Ehe, die auf die Gesundheit der Frauen schlagen würden. Diese würden nämlich dazu tendieren, in der Partnerschaft mehr von sich zu geben als zu nehmen.

Da gehen die eigenen privaten Bedürfnisse oft einmal unter. Auf lange Sicht zeigt sich das im gesundheitlichen Zustand der Frauen.

Wenn Single-Frauen solo bleiben, können sie sich also an mehr als anderthalb Jahre mehr Lebensqualität erfreuen.

2. Du wirst kreativer und wächst persönlich

Singles fühlen sich deutlich selbstbestimmter und entwicklen sich schneller weiter, als es Verheiratete tun.

Das fand die Forscherin Bella DePaulo von der University of California in Santa Barbara heraus. Ihre Behauptung stützt sie auf mehr als 800 Studien, in denen in den vergangenen 30 Jahren Singles untersucht wurden.

DePaulo prüfte deren Ergebnisse darauf, inwieweit sich Singles im Vergleich zu verheirateten Menschen anders entwickelten. Die Studien zeigten: Single-Menschen leben ihre kreative Ader mehr aus.

3. Du hast ein besseres Sexleben

Ja, richtig gehört. Auch wenn die meisten denken, Paare hätten regelmäßiger und noch dazu erfüllenderen Sex - das ist nicht der Fall.

Eine aktuelle US-Studie, die in der Fachzeitschrift "Psychological Medicine" veröffentlicht wurde, beweist etwas anderes.

In einer siebenjährigen Untersuchung in Finnland befragten Forscher dazu mehr als 2000 Frauen - sowohl Singles als auch Frauen in einer Beziehung.

Auf einer Skala mussten sie immer wieder angeben, wie sich ihr Liebesleben und die Zahl der Orgasmen bei ihnen verändert hat. Und siehe da: Die Vermutung "Beziehung = besserer Sex" stellte sich als falsch heraus.

Für Frauen, die über einen Zeitraum von sieben Jahren mit dem gleichen Partner zusammen waren, verschlechterte sich das Sexleben am meisten. Single-Frauen dagegen erlebten eine jährliche Verbesserung.

Über den Untersuchungszeitraum stieg die Anzahl ihrer Orgasmen von Jahr zu Jahr.

4. Du bleibst schlanker

Dein Beziehungsstatuts beeinflusst das Gewicht? Ja, sagen Soziologen von der University of Texas in Austin . Die Ergebnisse ihrer Analyse deuten darauf hin.

Warum das so sein könnte? Die Soziologen nehmen an, dass es sich In Zweisamkeit offenbar öfter und üppiger esse. Und wer bereits vergeben ist, kümmert sich weniger um Äußerlichkeiten.

Sprich: Single zu sein, ist gut für die Figur.

5. Du hast mehr Freunde

Wenn Menschen in ernsthaften Beziehungen sind, leben sie isolierter. Das fand die amerikanische "General Social Survey" heraus.

Ihren Untersuchungen nach stehen Singles im viel engeren Verhältnis mit ihren Freunden und Verwandten.

Anstatt die eigene Zeit und Energie in "die eine“ Person zu investieren, widmen sie sich oft vielen anderen Menschen.

Außerdem seien sie viel offener im Umgang mit Leuten, die sie nicht kennen und schließen so mehr und einfacher Freundschaften.

6. Du hast weniger Stress

Geht es um die Zufriedenheit von Singles, kommen niederländische Glücksforscher von der Universität Rotterdam zu erfreulichen Schlüssen. Nach ihnen sind Singles nicht nur gesünder.

Sie sind auch zunehmend glücklicher als Verheiratete. Der Grund, den die Forscher dafür ausgemacht haben: Früher glaubte man zwar, dass Langzeit-Singles einfach unvermittelbar seien. Diese Vorstellung ist aber heutzutage so gut wie vom Tisch. Alleinsein ist weniger stressig, weil der soziale Druck abnimmt.

Und das wiederum wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

7. Du bleibst fit

Bewegung ist nicht nur wichtig, um gesund zu bleiben. Sie macht auch glücklich und ausgeglichener.

Eine amerikanische Studie mit 13.000 Personen im Alter von 18 bis 64 zeigte laut Sexualforscherin Dr. Jess, dass Singles viel mehr Sport treiben als Menschen, die liiert sind.

Mehr zum Thema: 45 Dinge, die besser sind als eine Beziehung

Also, an alle Singles da draußen: Freut euch über die Vorzüge, die euer Leben gerade mit sich bringt und genießt es!

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg


(ame)

Korrektur anregen