Dieser Mann prahlt damit, bedrohte Tiere zu töten - so könnt ihr ihn stoppen

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SCHNEELEOPARD
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  • Seit seinem 16. Lebensjahr macht Hossein "Soudy" Golabchi Jagd auf teils bedrohte Tiere
  • Das Bild, wie er stolz mit einem erlegten Schneeleoparden posiert, sorgt gerade für viel Aufregung
  • Bereits über 100.000 Menschen unterschrieben nun eine Petition um den Amerikaner hinter Gitter zu bringen

Unter Wilderern gilt er als eine Legende: Seit seinem 16. Lebensjahr macht der Amerikaner Hossein Golabchi, kurz als "Soudy" bekannt, Jagd auf teils stark bedrohte Tiere.

Ein Foto, das im Jahr 2008 entstanden sein soll und nun veröffentlicht wurde, sorgt gerade für besonders viel Empörung unter Tierschützern. Denn auf dem Bild ist der aus dem Iran stammende Trophäenjäger zu sehen, wie er stolz mit einem toten Schneeleoparden über seinen Schultern posiert.

Auf dem Bild ist erkennbar, dass dem Tier offenbar mindestens zwei Mal in seine Hinterbeine geschossen wurde, bevor es letztlich seinen Verletzungen erlag. Das Tier soll er vor neun Jahren auf einer Jagd in Zentralasien erlegt haben. Die Jagd auf die bedrohte Wildkatzenart ist allerdings weltweit illegal. Trotzdem berichtete der Schütze schon 2008 stolz über das Erlegen des Raubtieres in seinem Buch “Obsessed!”.

snowleopard

Illegaler Handel auf dem Schwarzmarkt

Leider ist der Schneeleopard unter sogenannten Wilddieben ein beliebtes Ziel, mit dem illegale Händler auf dem Schwarzmarkt viel Geld verdienen. Um ein Zeichen gegen die Jagd des bedrohten Tieres zu setzen, startete die Umweltschutzorganisation TERA eine Petition gegen Golabchi. Bis jetzt fand sie bereits Unterstützung von über 100.000 Menschen.

Die Tierschutzaktivistin Amanda W. schreib dazu:

“Wir müssen bei diesem langjährigen und außerordentlich aktiven Trophäenjäger seltener Raubkatzen ein Exempel statuieren, sonst werden diese wundervollen Tiere für immer verschwinden. Ich habe diese Petition am Internationalen Tag des Schneeleoparden 2017 gestartet. Lasst uns alle zusammen arbeiten, damit dieser Mann bis zum Schneeleoparden-Tag 2018 zur Rechenschaft gezogen wird.”

Über 400 wilde Tiere

Wie viele Tiere Soudy in seiner Karriere insgesamt erlegt hat, ist unklar.

Allerdings stellt er laut "Superslam", einem Wettbewerb unter Wildjägern, die ihn 2003 mit einem Award ehrten, allein in seinem eigenen Museum 400 wilde Tiere 225 verschiedener Spezien aus.

TERA sieht den Trophäenjäger als ein Symbol der Wilddieberei, die mit ihren Errungenschaften Geld im Darknet verdienen. Daher ist ihr Ziel ihn als Beispiel vieler ins Gefängnis zu bringen. Obwohl das Erlegen des Wildtieres bereits vor einigen Jahren stattgefunden hat, würden Fälle der Wilddieberei nicht verjähren.

Obwohl sich Hossein Golabchi auf Anfrage vieler Medien zu dem Fall bisher nicht geäußert hat, gab TERA nun bekannt, dass er laut eigenen Angaben die Überreste des Leopards erst nach Deutschland gebracht und daraufhin nach Mexiko verschifft habe. Eine genaue detaillierte Stellungnahme werde momentan erwartet.

Vor dem Aussterben bedroht

Seit 1972 gilt der Schneeleopard als eine vor dem Aussterben bedrohte Tierart. Laut dem Naturschutzbund NABU gibt es in ganz Asien nur noch rund 4.000 frei lebende Schneeleoparden. Allein in Kirgistan sank die Zahl der Wildkatzen in 30 Jahren von 1.400 auf nur noch rund 300 Exemplare.

Wenn ihr auch etwas gegen die illegale Jagd auf die Tiere unternehmen wollt, könnt ihr hier die Petition von PERA gegen Hossein Golabchi unterschreiben oder euch hier bei Tierschutzorganisationen wie NABU oder WWF über weitere Möglichkeiten der Unterstützung informieren.

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(mf)