Dieser kleine Junge aus Bayern könnte sterben - jeder Einzelne von euch kann ihm helfen

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RAPHA
Raphael leidet an einer besonders aggressiven Form des Blutkrebses | hhh
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  • Der zweijährige Raphael leidet an einer aggressiven Art von Leukämie
  • Die einzige Behandlung, die ihn noch retten könnte, ist in Deutschland nicht zugelassen
  • Deshalb ist die Familie jetzt extra nach Seattle geflogen - und hofft auf eure Hilfe

Margit und Andreas Fischer haben nicht eine Sekunde gezögert, als sie sich in der Haunerschen Kinderklinik in München entscheiden mussten, ob ihr Sohn leben oder sterben soll. Raphael ist zwei Jahre alt und leidet an einer besonders aggressiven Form des Blutkrebses, der sogenannten akuten lymphatischen Leukämie (ALL).

Weil die Behandlungen in Deutschland nicht mehr anschlugen und es dadurch nur noch wenig Hoffnungen für den Jungen gab, empfahlen die Ärzte eine letzte Alternative: eine neuartige dreimonatige Immunbehandlung an der Westküste in Amerika.

Für die Eltern gab es keine Diskussionen. Ihr Sohn soll leben. Seit gut einer Woche ist die Familie jetzt an der Westküste der USA, um sich auf die Therapie vorzubereiten.

Raphael hat schon fünf Monate Chemo-Therapie hinter sich

Raphaels Leiden begann bereits, als er fünf Monate alt war. Nachdem eine Bronchitis bei ihm diagnostiziert worden war und wochenlang nicht verging, veranlasste der Kinderarzt eine Blutuntersuchung. Dabei machte er die schockierende Diagnose:

Raphael leidet an akuter lymphatischer Leukämie. Eine schmerzvolle und belastende Zeit begann für die Familie, die noch bis heute anhält.

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Der kleine Raphael musste einen fünfmonatigen Chemoblock, zwei Antikörperbehandlungen sowie zwei Knochenmarktransplantationen über sich ergehen lassen.

Zwar gab es Hoffnungsschimmer wie die Knochenmarkspende von seiner Mutter, die die Erkrankung vermeintlich bekämpfen konnte. Doch am Ende zeigte sich der Krebs widerspenstig. Die bösen Zellen waren wieder da.

Das soll sich jetzt im etwa 8500 Kilometer von Aschau entfernten Seattle ändern. Die Behandlung, die er jetzt bekommen soll, kann gefährliche Nebenwirkungen aufweisen. Doch in ähnlichen Fällen war sie bereits erfolgreich und führte zur Heilung.

leukämie

Erst kürzlich wurde die Immuntherapie in den USA zugelassen. Laut Fachmedien zeigten klinische Studien, dass sie bei mehr als 80 Prozent der Patienten angeschlagen habe. Für Raphael ist diese Therapie die letzte Chance, den Blutkrebs endgültig zu besiegen.

Die Reise in die USA war für die Familie eine zusätzliche große Last. Doch sie war nötig. Denn in Deutschland ist die Behandlung derzeit weder zugelassen, noch können Kinder im Rahmen von klinischen Studien behandelt werden.

Margit und Andreas Fischer wollen erreichen, dass nicht nur Raphael, sondern auch andere Kinder mit Leukämie in Deutschland eine solche Chance bekommen.

Kinder wie Raphael sollten auch hier behandelt werden

Deshalb haben sie sich mit der gemeinnützigen Stiftung "Care for Rare" in Verbindung gesetzt und rufen zu Spenden auf. Die Stiftung setzt sich dafür ein, dass Kinder mit seltenen Erkrankungen nicht leiden oder gar sterben sollten.

Denn gerade weil ihre Erkrankung so selten ist, sollten sie noch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Die Familie will eine Plattform für neue Immuntherapien am Haunerschen Kinderspital errichten, damit in Zukunft Kinder wie Raphael zur Behandlung nicht mehr in die USA geschickt werden müssen.

In Seattle beginnt bald Raphaels Therapie. Er musste wieder eine Chemotherapie über sich ergehen lassen, um die Krebszellen vor dem Therapiestart einzudämmen und ist daher etwas schwach. Die Familie und die Ärzte aber sind voller Hoffnung: Raphael soll leben.

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Wenn ihr Rafael helfen wollt, könnt ihr eure Spenden an folgendes Konto überweisen:

Care-for-Rare Foundation (www.care-for-rare.org)
Stichwort „Immuntherapie“


IBAN: DE93 6305 0000 0000 0035 33

SWIFT-BIC: SOLADES1ULM

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(ame)

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