Zoff bei "DHDL": Gründer streichen Rekorddeal ein – doch als die Kameras aus sind, platzt er

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  • Laut Medienberichten ist der "Die Höhle der Löwen"-Rekorddeal dänischer App-Betreiber geplatzt
  • Die Macher von "Too Good to Go" haben die Anteile offenbar nicht verkauft
  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben

Es hätte ein "Die Höhle der Löwen"-Rekorddeal werden sollen. Alle fünf Löwen wollten in die App "Too Good to Go" investieren, die Usern stark reduziertes Essen von Gastronomen bietet, die es sonst entsorgt hätten.

Eine Millionen hätten die fünf jungen Dänen für fast 10 Prozent ihrer Unternehmensanteile bekommen sollen. "Ein Stück Löwen-Geschichte", wie Investor Carsten Maschmeyer über den Deal sagte.

Doch als die Vox-Kameras aus waren, platzte das Geschäft doch noch. Der Grund: Die dänischen Unternehmer überlegten es sich offenbar anders. Nicht nur traten mehrere der fünf Gründer, die in der Fernsehshow zu sehen waren, plötzlich aus dem operativen Geschäft zurück, auch die Zusammenarbeit mit den Investoren wurde eingestellt.

Wie "Focus Online" berichtet, hätten die Gründer eine Mail an die Maschmeyer-Group geschickt. Darin die Bitte, mit Maschmeyer und ohne die vier anderen Löwen weiterzumachen.

Was kann "Too Good to Go"? Die App zeigt den Usern an, wo sie Gerichte zu einem reduzierten Preis bekommen und zu welchem Zeitpunkt sie diese abholen können. Dann können sie per Klick zuschlagen. "60- bis 70-Prozent reduziert", wie die Gründer erklären.

E-Mails zeigen den neuen Plan des Unternehmens

Das Unternehmen "würde es vorziehen, genügend Anteile zurückzuhalten, um richtig gute Investoren in den USA und Großbritannien anzuziehen". Man sei besorgt, dass "fünf Investoren zu viel Unruhe in das Tagesgeschäft bringen könnten".

Maschmeyer sagte "Focus Online", ein Deal komme nur in Frage, wenn alle weiter im Boot seien. Doch die "Too Good to Go"-Gründer hatten offenbar andere Pläne. "Wir glauben, dass der größte Mehrwert von einem der Investoren, nämlich Carsten Maschmeyer, kommt. Der gemeinsame Mehrwert der anderen Löwen ist relativ gering", soll es in der Mail weiter geheißen haben.

Löwe Frank Thelen bestätigte der Nachrichtenseite, dass er daraufhin ausstieg. Der Deal platzte.

In einer weiteren Mail sollen die Gründer Maschmeyer mitgeteilt haben, keine weiteren finanziellen Mittel zu benötigen. Zu einem späteren Zeitpunkt werde man aber womöglich wieder auf den Investor zukommen.

Ein Sprecher des Unternehmens dementierte: "Too Good To Go hat Herrn Maschmeyer zu keinem Zeitpunkt einen exklusiven Investment-Deal angeboten."

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(mf)

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