"DHDL": Alle Löwen lehnen ihre App ab – bis plötzlich Gründer Thomas das Wort ergreift

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  • Bei "Die Höhle der Löwen" haben sich alle fünf Investoren zu einem Mega-Deal zusammengeschlossen
  • Dabei hatten sie zunächst abgelehnt, in das dänische Startup einzusteigen
  • Der junge Gründer Thomas stimmte die Löwen um

"Too Good to Go" heißt ihre App. Was sie bietet: Kostengünstiges Essen aus Restaurants, Supermärkten und Hotels – und die Möglichkeit, Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen. Es war der größte Deal, den die TV-Show "Die Höhle der Löwen“ bislang gesehen hat.

Eine Millionen Euro bekamen die fünf Gründer der App von den Löwen geboten. Dabei hatte es am Anfang schlecht ausgesehen für die"Too Good to Go"-Jungs.

Doch noch einmal von vorne: Die Dänen Peter Wiedeking, Julian Stützer, Thomas Björn Momsen, Klaus Pedersen und Stian Olesen präsentierten in der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" ihre Smartphone-App, über die Gastronomen Essen, das droht, in die Tonne zu wandern, günstiger an Kunden verkaufen können.

Die App zeigt den Usern an, wo sie die Gerichte zu einem reduzierten Preis bekommen und zu welchem Zeitpunkt sie diese abholen können. Dann können sie per Klick zuschlagen. "60- bis 70-Prozent reduziert", wie die Gründer erklären.

Für fünf Prozent ihres Unternehmens wollten die Dänen 1 Million Euro. Auf rund 19 Millionen Euro bezifferten sie ihren Firmen-Wert. Den Löwen war das zu viel – auch wenn alle von der Idee der App begeistert waren. "Eins Plus mit Sternchen“, schwärmte Löwe Carsten Maschmeyer gar.

Das Unternehmen wächst, doch es braucht Überzeugung

Trotz guten Wachstumsaussichten, die die Gründer vorrechneten, stiegen alle fünf Investoren nacheinander aus.

Dann ergriff Gründer Thomas noch einmal das Wort – und plötzlich kam alles anders. Der 24-Jährige appellierte an die Investoren, mit ihnen "etwas Cooles" auf die Beine zu stellen. Es gehe nicht nur um Geld. "Man kann Teil von etwas Größerem sein." Im Verbund: Alle fünf Löwen sollten zusammen die Millionen locker machen.

Nach einer kurzen Beratung, für die sich alle zurückzogen, kam der Deal dann tatsächlich zustande. 200.000 Euro pro Kopf gegen 1,8 Prozent des Unternehmens für jeden, also etwas unter 10 Prozent der Anteile.

So einen Mega-Deal hatte es in der Vox-Show noch nie gegeben. Maschmeyer erklärte zurecht feierlich: "Wir haben heute Löwen-Geschichte geschrieben."

Update: Nachdem die Kameras aus waren, soll der Deal doch wieder geplatzt sein. Der Grund: Die dänischen Unternehmer überlegten es sich offenbar anders. Nicht nur traten mehrere der fünf Gründer, die in der Fernsehshow zu sehen waren, plötzlich aus dem operativen Geschäft zurück, auch die Zusammenarbeit mit den Investoren wurde eingestellt.

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(mf)

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