Harvey Weinstein: Hat er Frauen ausspionieren lassen?

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Harvey Weinstein bei einem Auftritt in Cannes

Der gefallene Film-Mogul Harvey Weinstein (65) hat offenbar nichts unversucht gelassen, damit die Anschuldigungen gegen ihn nicht an die Öffentlichkeit gelangen. In einem neuen "The New Yorker"-Beitrag von Ronan Farrow (29) heißt es, Weinstein habe angeblich Privatermittler, darunter Ex-Mossad-Agenten, beauftragt. Das Ziel demnach: Sie sollten Informationen über Frauen - vor allem Rose McGowan (44) und Asia Argento (42) - sowie Journalisten sammeln. Damit hätte der 65-Jährige versuchen wollen, die Vorwürfe gegen ihn unter Verschluss zu halten.

Ihren Durchbruch hatte Rose McGowan 2001 durch die Rolle der Paige Matthews in der Fernsehserie "Charmed - Zauberhafte Hexen"

Weinsteins Sprecherin wies den Bericht in einem Statement für "The New Yorker" zurück: "Es ist Einbildung, zu denken, dass irgendwelche Personen zum Ziel wurden oder unterdrückt wurden."

Falsche Identitäten

In dem neuen Bericht des "New Yorker" heißt es weiter, dass eine der Privatermittlerinnen sich angeblich als Frauenrechtsanwältin ausgegeben und Treffen mit McGowan heimlich aufgenommen habe. Auch Verabredungen mit einem Journalisten soll es demnach gegeben haben, in dem eine Agentin behauptet haben soll, ein Opfer Weinsteins zu sein, um so herauszufinden, welche Frauen mit der Presse sprechen.

McGowan beschuldigt Weinstein, sie vergewaltigt zu haben. Insgesamt werfen mehr als 50 Frauen dem Produzenten sexuelle Vergehen vor seit in der "New York Times" und im "New Yorker" vermeintliche Opfer Vorwürfe gegen ihn öffentlich machten. Weinstein hatte über einen Sprecher alle Anschuldigungen von nicht-einvernehmlichen Sex zurückgewiesen.

Television Academy schmeißt Weinstein raus

Unterdessen hat die Television Academy Harvey Weinstein auf Lebenszeit ausgeschlossen, wie "Entertainment Weekly" berichtet. Die Academy vergibt die jährlichen Primetime Emmy Awards. Auch die Producers Guild of America, ein Produzenten-Verband, und die Oscar-Organisation Academy of Motion Picture Arts and Sciences hatten Weinstein bereits rausgeworfen.

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