Donald Trump kommt in Hawaii an: Ein Schild zeigt, wie sehr sich die Einwohner darüber freuen

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HAWAII
Trump mit typischer Blumenkette | Jonathan Ernst / Reuters
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  • Donald Trump hat den Bundesstaat Hawaii besucht
  • Zahlreiche Demonstranten begrüßten den US-Präsidenten
  • Ein Spruch fand sich auf ihren Plakaten immer wieder: "Willkommen in Kenia"

“Danke für den herzlichen Empfang, Hawaii!” schrieb Donald Trump am Samstag auf Twitter. Der US-Präsident hatte den Bundesstaat auf seinem Weg nach Asien besucht. Was er in seinem Tweet allerdings unerwähnt ließ: Seine Ankunft auf der Pazifikinsel war von massiven Protesten begleitet worden.

Wie es sich für ordentliche Demonstranten gehört, hatten die Hawaiianer originelle Plakate gebastelt. Ein Video, das die Twitter Userin Kate Ozawa aus ihrem Auto aufnahm, zeigt eine Gruppe von Demonstranten in Honolulu, die den Satz “Wish you weren’t here” – "Wir wünschten, Sie wären nicht hier" – bilden, in Anlehnung an den beliebten Postkartenspruch “Wish you were here”.

Eine Frau bemerkte zudem, Trump mache einen derart schlechten Job als Präsident, dass selbst George W. Bush dagegen gut weg käme.

Ein Spruch fand sich auf vielen der Plakate: “Willkommen in Kenia."

”Willkommen in Kenia”: Was steckt dahinter?

Der Bundesstaat Hawaii gilt seit Jahren als Hochburg der Demokraten. 62 Prozent der Einwohner stimmten bei der letzten US-Wahl für Hillary Clinton. Barack Obama konnte bei den vorangegangenen Wahlen sogar ein überwältigendes Ergebnis von jeweils 71 Prozent einfahren, nicht zuletzt, weil Obama auf Hawaii geboren wurde.

Es gibt allerdings einige Amerikaner, die das nie glauben wollten – allen voran Donald Trump.

Eine “extrem glaubwürdige Quelle” habe in seinem Büro angerufen und ihm erzählt, dass Barack Obamas Geburtsurkunde gefälscht sei, schrieb Trump 2012 auf Twitter und wurde damit zum Redeführer eine Gruppe von Verschwörungstheoretikern, die glauben, Obama sei in Wirklichkeit in Kenia geboren.

Dann hätte Obama keine Berechtigung gehabt, sich um das Amt des US-Präsidenten zu bewerben, denn die Verfassung sieht vor, dass nur Personen, die in den Vereinigten Staaten geboren wurden, Präsident werden können.

Die Plakate der Demonstranten spielen mit diesem Irrglauben: Willkommen in der Heimat von Barack Obama, willkommen, also, in Kenia.

Auf dem Marinestützpunkt angekommen, besuchte der US-Präsident das Wrack der USS Arizona. Das Kriegsschiff kenterte beim Angriff der Japaner auf Pearl Harbour am 7. Dezember 1941. Die Leichen der sich darin befindenden Soldaten sind noch immer im Bug des Schiffes eingeschlossen. Trump ehrte die Gefallenen, indem er weiße Blütenblätter ins Wasser streute.

Anschließend reisten er und seine Frau Melania weiter nach Japan.

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Dieser Text erschien zuerst bei der britischen Ausgabe der HuffPost und wurde übersetzt und editiert von Anna Rinderspacher,

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(lp)

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