Für Donald Trump hat das Attentat von Texas nichts mit dem lockeren US-Waffenrecht zu tun

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  • US-Präsident Donald Trump hält den Todesschützen für psychisch krank
  • Die Tat habe weniger mit dem Waffenrecht in den USA zu tun - als mit Problemen mit psychischen Krankheiten

Die Bluttat von Texas hat nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump nichts mit dem Waffenrecht in den USA zu tun. "Das war ein sehr gestörtes Individuum", sagte Trump am Montag in Tokio in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Japans Premier Shinzo Abe.

Gefragt, ob eine Änderung des Waffenrechts anstehe, sagte Trump, die USA hätten ein großes Problem mit psychischer Gesundheit. Das Massaker von Texas sei ein sehr, sehr trauriges Ereignis: "Wer hätte jemals gedacht, dass so etwas passieren kann", sagte Trump.

Auch auf Twitter äußerte sich Trump bereits am Sonntagabend zum Attentat: "Möge Gott mit den Menschen von Sutherland Springs, Texas, sein.""

Obama kontert mit Forderung nach strengerem Waffenrecht

Ex-US-Präsident Barack Obama zeigte sich unterdessen erschüttert über das Massaker und spielte mit einer Formulierung auf Trumps Tweet an. Er forderte - wie bereits während seiner Amtszeit - erneut schärfere Waffengesetze.

"Möge Gott uns allen die Weisheit geben, um zu fragen, welche konkreten Schritte wir unternehmen können, um die Gewalt und die Waffen unter uns zu reduzieren", twitterte er am Sonntagabend.

Was passiert ist

In Texas hatte am Sonntag ein Mann in einem Gottesdienst das Feuer eröffnet und mehr als zwei Dutzend Menschen getötet.

Etwa 20 Verletzte wurden nach den Worten des Gouverneurs von Texas, Greg Abbott, in Krankenhäuser gebracht.

Schließlich wurde der Täter von einem Einwohner konfrontiert, ließ seine Waffe fallen und flüchtete in seinem Wagen. Dort wurde der Schütze nach der Tat unter noch nicht geklärten Umständen tot aufgefunden.

Mehr zum Thema: Warum grausame Schießereien in den USA nicht zu schärferen Waffengesetzen führen - sondern zu schwächeren

Mit Material der dpa.

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(ll)

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