Davor hat Michelle Pfeiffer Angst

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Michelle Pfeiffer bei der Premiere von "Mord im Orient Express"

Um Schauspielerin Michelle Pfeiffer (59, "Gefährliche Liebschaften") war es einige Jahre still geworden in Hollywood. Ab 9. November ist sie nun in der Neuverfilmung von "Mord im Orient Express", dem Bestseller von Agatha Christie (1890-1976), zu sehen. Ihre Rückkehr ins Rampenlicht war offenbar nicht ganz freiwillig. "Meine Kinder sagten schließlich zu mir: Mama, findest du nicht, dass es Zeit ist, wieder zur Arbeit zu gehen?", erzählte Pfeiffer im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Hollywood-Schönheit plauderte ganz offen Privates aus und erklärte, wie sie zu ihrem Aussehen stehe.

"Man muss ziemlich flexibel sein"

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Seit vier Jahren seien ihre Kinder nun bereits aus dem Haus, "aber es ist immer noch seltsam", gestand die 59-Jährige. Sie ist seit 1993 mit TV-Produzent David E. Kelley (61, "Ally McBeal") verheiratet. Sie haben zusammen einen Sohn, John (*1994). Tochter Claudia (*1993) adoptierte Pfeiffer vor ihrer Ehe. Ohne die Kinder im Haus habe sich auch die Beziehung der Eheleute verändert. "Es ist ganz gut für uns, weil wir ja schon wenige Monate nach Beginn unserer Beziehung Eltern wurden", erzählte Pfeiffer weiter. "Jetzt haben wir endlich Zeit füreinander, wir verreisen zu zweit, verbringen Zeit miteinander."

Und was habe sie ihren Kindern mit auf den Weg gegeben? Bei ihrer Tochter sei ihr wichtig gewesen, dass sie "ein empathischer Mensch" werde, ebenso "selbständig und widerstandsfähig". All das sei Claudia geworden. Sohnemann John hingegen "war schon in der High School so selbständig, dass ich manchmal das Gefühl habe, er habe schon viel früher die Leinen gekappt", so Pfeiffer. Ihre Rolle als Mutter sei eine "laufende Verhandlung". "Man muss sie loslassen, und trotzdem möchte man sich ja nah bleiben. [..] Man muss ziemlich flexibel sein", beschreibt die Schauspielerin das Elterndasein.

"Oft sehe ich einfach nur alle meine Fehler"

Mit ihren 59 Jahren sieht Michelle Pfeiffer zudem nach wie vor umwerfend aus. Wie jede Frau, habe sie Tage, an denen sie "ganz zufrieden" mit dem sei, was sie im Spiegel erblicke. "Aber oft sehe ich einfach nur alle meine Fehler", so Pfeiffer. Weiter sagte sie: "Es ist ja eine Herausforderung, in der heutigen Welt eine Frau zu sein, und ziemlich schwierig, nicht überkritisch mit sich selbst zu sein, sich nicht ständig an unmöglichen Idealen der Weiblichkeit, der Schönheit, des Erfolgs zu messen".

Die Schauspielerin empfindet übrigens ihre Hände als riesig für ihre Körpergröße mit 1,70 Meter. "Aber ich mag sie, weil meine Großmutter auch so große Hände hatte", sagte die Schauspielerin. Außerdem hat Pfeiffer verraten, welcher Hollywoodstar sie aus der Fassung brachte: Judi Dench (82, "Philomena")! Als sie sich das erste Mal gegenüberstanden, kamen Pfeiffer gar die Tränen. "Sie ist einfach ... was soll ich sagen? Ich verehre sie zutiefst", schwärmte die 59-Jährige. Und wovor hat sie Angst? Ganz klassisch: "Ich fürchte mich vor Spinnen zu Tode". Auch Stars können herrlich normal sein.

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