Eilmeldung zu Texas-Attentat verärgert "Tatort"-Zuschauer

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  • Die ARD hat eine Eilmeldung zum Massaker von Texas am Sonntag während des "Tatorts" gesendet
  • Einige Zuschauer fühlten sich davon aber offenbar gestört
  • Ihre Reaktionen auf Twitter seht ihr oben im Video

Während Maria Furtwängler im ARD-"Tatort" ermittelt, platzt eine Meldung über ein echtes Verbrechen mitten in den TV-Krimi: Bei einem Massaker in einer Kirche im texanischen Sutherland Springs bringt ein Mann am Sonntag über 20 Menschen um.

Die ARD sendete die Eilmeldung zu den Geschehnissen in den USA per Laufband an die Zuschauer, der "Tatort" lief verkleinert in einem Fenster weiter. Viele Zuschauer fühlten sich durch das Laufband allerdings gestört - und ließen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ihrem Unmut freien Lauf.

"Da sterben ca. 89 Menschen pro Tag durch Schusswaffen"

"Eine Eilmeldung wäre, wenn Merkel zurücktritt. Aber doch nicht Sutherland in Texas", schreibt etwa ein Nutzer. Das war der Tenor von vielen Kritikern: Die Tat in den USA sei zu weit weg.

Ein häufiges Argument auch: In den USA sterben jeden Tag Menschen durch den Gebrauch von Schusswaffen. Da "sterben ca. 89 Menschen pro Tag durch Schusswaffen, solange die selber nix dran ändern wollen, ist es keine Eilmeldung", schreibt ein Nutzer

Andere Zuschauer aber waren wütend über die Reaktion der "Tatort"-Fans. "Was habt ihr denn genommen? Es sind Menschen gestorben, und ihr beschwert euch, dass die ARD eine Eilmeldung macht? Geschmacklos!", schreibt ein Nutzer etwa.

In Texas hatte ein junger Mann während eines Gottesdienstes das Feuer eröffnet und 26 Menschen getötet. Das jüngste Todesopfer ist gerade einmal 5 Jahre alt. Der Gouverneur von Texas sprach von der schlimmsten Tat eines einzelnen Schützen in der Geschichte des Bundesstaates.

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