Dieses Dorf in Italien soll verflucht sein - viele trauen sich nicht einmal, den Namen auszusprechen

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  • Colobraro wirkt auf den ersten Blick wie ein typisches italienisches Dorf
  • Wenn man den Bewohnern Glauben schenken darf, soll das Dorf jedoch verflucht sein
  • Wie die Bewohner mit dem vermeintlichen Fluch umgehen, seht ihr oben im Video

Die kleine Ortschaft Colobraro in der süditalienischen Region Basilikata soll verflucht sein. Deshalb trauen sich die Einwohner der umliegenden Dörfer noch nicht einmal, den Namen des Ortes auszusprechen.

Das Wort Colobraro leitet sich von dem lateinischen Wort Coluber ab, was Schlange bedeutet. Für die abergläubischen Einheimischen ist die Schlange der Inbegriff des Bösen. Die Leute in der Region glauben, dass denjenigen, der den Namen laut ausspricht, Unheil verfolgen werde. Das geht auch aus einer Dokumentation des BBC hervor. Das Dorf wird deshalb nur “Quel pases“ genannt, was übersetzt nur “dieses Dorf“ heißt.

Der Fluch begann im Jahr 1940

Zudem soll ein alter Fluch über dem Dorf liegen, der im Jahr 1940 begann. Der damalige Bürgermeister prophezeite bei einer Versammlung, dass auf der Stelle ein Kronleuchter von der Decke stürzen werde - sollten die Zuhörern seinen Worten keinen Glauben schenken. Der Legende zufolge, die jeder Bewohner von Colobraro kennt, fiel der Leuchter darauf sofort herunter.

Darüber hinaus lebten bis in die 70er Jahre die damals berüchtigten “Masciare“ in dem Dorf. Dabei soll es sich um Zauberinnen gehandelt haben, die mit ihrer bösen Magie angeblich ganze Städte kontrollierten. Ein Anthropologe besuchte das Dorf im Jahr 1952, um die Geschichte der Masciare zu erforschen. Er wurde laut einer Legende selbst Opfer des Fluchs: Alle seine Kollegen wurden schlagartig krank.

Heute versuchen die Bewohner das Beste daraus zu machen

Seitdem sind die Bewohner der Region sicher, dass Colobraro verflucht ist. Der heutige Bürgermeister der Stadt versucht jedoch, das Beste aus der Lage zu machen. Er hat zum Beispiel ein Festival ins Leben gerufen, in dem die Bewohner Colobraros ihr verfluchtes Dorf feiern. Die Einwohner inszenieren darin jeden August ihre Unglückstraditionen. Frauen treten als Masciare auf, Wahrsagerinnen lesen Schicksale aus Händen der Besucher und die Bewohner verkaufen Schutzamulette. So kann die Gemeinde immerhin ihre klammen Kassen auffüllen.

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(jr)

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