Viele werdende Mütter haben Angst vor der Geburt - diese Fotos sollen sie ihr nehmen

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Die Fotoreihe One Day Young zeigt Mütter am Tag nach der Geburt ihres Babys. | Jenny Lewis
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  • Jenny Lewis fotografiert Mütter mit ihren ein Tage alten Babies
  • Sie ist selbst Mutter und will anderen zeigen, dass sie keine Angst vor der Geburt haben müssen
  • Die Bilder zeigen allesamt starke, glückliche Mütter, denen die unbändige Liebe für ihr Kind deutlich anzusehen ist

Der Geburt eines Babys ist einer der prägendsten Momente im Leben einer Frau. Viele werdende Mütter begleitet in den Wochen davor neben all der Vorfreude auch ein ängstliches Gefühl.

Die Fotografin Jenny Lewis will ihren Teil dazu beitragen, dass die schönen Gefühle überwiegen. Mit einem Fotoprojekt One Day Young will sie schwangeren Frauen zeigen, dass eine Geburt nichts ist, vor dem man Angst haben muss.

Die Bilderstrecke zeigt verschiedene Mütter mit ihren Neugeborenen. Die Fotos sind alle am Tag nach der Geburt aufgenommen.

“Als ich Mutter wurde, hatte ich das Gefühl, dass ich anderen schwangeren Frauen sagen muss 'Alles wird gut!'", sagte Lewis der HuffPost UK. Sie selbst ist Mutter von zwei Kindern. Ruby ist acht Jahre alt und Herb sechs.

Das Buch über eine Hebamme änderte alles

"Oft hört man von all den furchtbaren Dinge, die bei der Geburt schief gehen können. Bevor ich mein erstes Kind bekam, habe ich nicht eine positive Sache gehört", beschreibt die Mutter ihre damalige Situation.

"Ich dachte, alles dreht sich nur um Periduralanästhesien und Krankenhäuser. Ich hätte niemals gedacht, dass ich es genießen könnte, ein Kind zu bekommen."

one day old 10Helen und Hudson

Das änderte sich, als eine Freundin ihr ein Buch über die Hebamme Ina May Gaskin zeigte. "Das Buch beinhaltet Kurzgeschichten über die Frauen, die sie betreut hat", sagte Lewis.

“Diesen Frauen ging es gut. Sie haben die Wehen überstanden und ihre Ängste überwunden. Plötzlich habe ich gemerkt, wie sich meine Gedanken änderten und was es wirklich bedeutete, ein Kind zu bekommen."

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"Nur wenige sagen 'Weißt du was? Ich habe die Geburt tatsächlich genossen. Es hat mir Selbstbewusstsein gegeben. Das war das schönste Gefühl, das ich jemals hatte'", sagte Lewis. Dabei gebe es viele Frauen, die genau diese Empfindung hätten - sie zum Beispiel.

one day old 14Jenny und Suki

"Das soll keineswegs die Erfahrungen von Frauen klein machen, die eine schwere Geburt hatten. Aber es muss Stimmen von beiden Seiten geben", sagte die Fotografin.

"Ich wollte Teil von der anderen Seite sein - ein Teil einer Geschichte, über die andere vielleicht auch stolpern, so wie es mir mit Ina May passiert ist. Eine Geschichte, die die Balance zwischen den Seiten herstellt und Frauen vielleicht auch ein bisschen die Angst nimmt."

"Ich finde, ein Bild ist oft aussagekräftiger als Worte"

Mit ihren Fotos habe sie den den Moment nach der Geburt festhalten wollen - und zeigen, dass die Frauen danach immer noch sie selbst sind. "Ich finde, ein Bild ist oft aussagekräftiger als Worte."

"One Day Young" war geboren.

Alle Frauen, die auf den Bildern zu sehen sind, haben sich auf Lewis' Facebook-Aufruf gemeldet.

Einige kontaktierten die Fotografin auch, nachdem sie ihre Flyer in kleinen Läden und an Laternen gesehen hatten.

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Laure und Tyrick

“Schon nach den ersten paar Shootings war mir klar: Das ist etwas wirklich Besonders”, sagte Lewis. "Die Atmosphäre war so wundervoll."

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In den ersten 24 Stunden nach der Geburt beobachte sie eine ganz besondere Energie zwischen Mutter und Kind. Die Frauen hätten alle ganz leuchtende Augen gehabt. "Ich wollte diesen Moment einfangen - bevor die täglichen Sorgen zurück zu ihnen finden. Es ist eine große Ehre, als Fotografin die Möglichkeit haben zu dürfen, das festzuhalten."

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Liana und Archer

Die Fotos der Bilderreihe zeigen Mütter ganz unterschiedlicher Herkunft und verschiedenen Alters. Aber sie haben alle eines gemeinsam: ihre unglaubliche Stärke.

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Jedes Bild ist eine Geschichte

“In diesen ersten 24 Stunden kommt die innere Kriegerin der Frauen zum Vorschein. Sie bekommen diese Kraft, um ihr Kind zu beschützen und das sieht man auch auf den Bildern", sagte die Fotografin.

"Sie sind wie diese heldenhaften Bilder von Soldaten auf dem Schlachtfeld oder ein Fußballspieler nach dem gewonnenen Spiel, noch voller Adrenalin. Dieser Moment wird selten festgehalten. Aber das, was sie erreicht haben, ist mindestens genau so wichtig wie das Tor oder der gewonnen Kampf - und dieser Moment verdient es, in einer Arena aufgenommen und gefeiert zu werden."

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Xanthe und Louie

Für sie ist jede Frau auf jedem Bild einzigartig - und doch verbindet sie etwas. "Jeder hat seine Probleme, aber in diesem Moment werden sie unwichtig und jede ist gleich - auf einer Augenhöhe. Es ist egal, ob ich die Frauen in einer Villa oder in einem Hostel fotografiere. Der Blick in den Augen der Frauen ist immer der gleiche: Sie sind stolz auf sich selbst."

Hier sind noch weitere Aufnahmen aus der Reihe:

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Meredith und Lina

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Shenelle und Arissa

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Nicola und Verity

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Rut und Jonian

one day old 11
Jenny und Nora

one day old 16Suphrawadee und Evelyn

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Kim und Perseus

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Mairead und Fia

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost UK und wurde von Martina Zink aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

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(lk)

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