Die Frau wirft das Baby kopfüber ins Wasser - dahinter steckt eine fragwürdige Praktik

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Eine Schwimmschule in Australien wirft Babys einfach kopfüber ins Wasser
  • Das aber kann ab einem gewissen Alter sehr gefährlich sein, warnen Experten
  • Aufnahmen davon seht ihr im Video oben

Schwimmen zu lernen kann für Kinder eine positive, aufregende Erfahrung sein. Oft lässt sich schon früh sagen, ob man es mit einer kleinen Wasserratte zu tun hat oder die Scheu vor dem kühlen Nass überwiegt.

In einer Schwimmschule in Australien wird darauf allerdings keine Rücksicht genommen: Wie Videos zeigen, die von den Schwimmlehrern selbst aufgenommen wurden, wirft man Babys hier einfach kopfüber ins Wasser.

Die Kinder sind teilweise erst acht bis zehn Monate alt, werden dieser Art Schwimmunterricht also einfach ausgesetzt, bevor sie überhaupt sprechen lernen.

Reflex, die Luft anzuhalten, geht verloren

Babys besitzen zwar den natürlichen Reflex, die Luft anzuhalten, wenn man sie ins Wasser wirft. Dieser Reflex gehe allerdings ungefähr ab dem sechsten Monat verloren, erklärt Claus-Martin Muth vom Universitätsklinikum Ulm in einem Artikel der Zeitung “Der Westen”. Die Gefahr, dass die Kleinkinder Wasser einatmen, sei sehr hoch.

Trotzdem scheint diese Art, den Kindern das Schwimmen beizubringen, in der Kids Aquatic Survival School ganz normal zu sein.

In den USA und Australien ist die Praktik inzwischen durchaus verbreitet, in Deutschland eher weniger. Furchteinflößend sehen die Videos allemal aus.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(lk)

Korrektur anregen