Ex-Präsidenten Bush über Trump: Angeber, der keine Ahnung hat

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Ex-Präsidenten Bush über Trump: Angeber, der keine Ahnung hat | Getty
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  • Donald Trump muss als US-Präsident viel Kritik einstecken
  • Nun haben sich auch seine Vorgänger, die republikanischen Ex-Präsidenten George und George W. Bush über ihn geäußert
  • Ihre Meinung von Trump ist alles andere als positiv

Das Donald Trump bei vielen Bürgen, Journalisten und Politikern in den USA äußerst unbeliebt ist, ist kein Geheimnis. Bisher konnte sich der US-Präsident aber darauf verlassen, dass ihm bedeutende Politiker aus der eigenen Partei den Rücken stärkten - oder sein Verhalten zumindest schweigend duldeten.

Jetzt aber haben sich die beiden einzigen noch lebenden Ex-Präsidenten der Republikaner über Trump geäußert. Und George W. Bush und sein Vater George Bush haben in Interviews für ein Buch über sich mit deutlichen Aussagen klar gemacht, wie wenig sie von dem Milliardär im Weißen Haus halten.

Beide Bushs stimmten bei der Wahl gegen Trump

George Bush findet, dass der jetzige Amtsinhaber ein "Angeber" sei, nur darauf bedacht, sein eigenes Ego zu füttern. Sein Sohn, Expräsident George W. Bush (2001 bis 2009), meint, dass "dieser Kerl nicht weiß, was es bedeutet, Präsident zu sein". Und beide Bushs befürchten, dass Trump die republikanische Partei "zersprengt" habe.

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Das sagten der Senior und der Junior dem Autor und Historiker Mark Updegrove, der ein Buch über die Beiden geschrieben hat. "The Last Republicans" ("Die Letzten Republikaner") soll am 14. November auf den Markt kommen. Updegrove gab vorab Einblicke in seine Interviews, über die am Samstag der Sender CNN und die "New York Times" berichteten.

Beide Bushs stimmten bei der Wahl gegen Trump

Keiner der beiden Bushs hat demnach bei der Wahl für Trump gestimmt: Der Vater entschied sich für die Demokratin Hillary Clinton und der Sohn für "keinen der Genannten". Bush Junior wirft Trump vor, öffentlichen Zorn anzufachen, aber das harscheste Urteil kommt von seinem Vater.

"Ich mag ihn nicht", sagte er dem Autor nach dessen Angaben im Mai 2016. "Ich weiß nicht viel über ihn, aber ich weiß, er ist ein Angeber." Daher sei er selber nicht zu begeistert, wenn er sich Trump als Führer des Landes vorstelle. Nicht der Dienst an der Öffentlichkeit motiviere Trump, sondern er sei offenbar von einem "gewissen Ego" angetrieben.

Das Weiße Haus reagiert auf die Vorwürfe - und macht einen Fehler

Das Weiße Haus reagierte am Samstag auf die Vorwürfe der beiden Ex-Präsidenten gegen Trump. "Wenn es ein Mann schafft, eine ganze Partei auseinanderzunehmen, dann sagt das vor allem etwas über das Erbe der letzten zwei Präsidenten dieser Partei", heißt es in einer Stellungnahme, über die der Sender CNN berichtet.

Allerdings: Dem Weißen Haus ist dabei ein peinlicher Fehler unterlaufen. In der Stellungnahme wird der 2003 begonnene Irak-Krieg als "größter Fehler in der außenpolitischen Geschichte der USA" bezeichnet und George Bush angelastet. Tatsächlich hatte den Krieg dessen Sohn George W. Bush begonnen.

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(lk)

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