Keine eisige Kälte: Das haben Spaniens Fjorde zu bieten

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Für Fjorde muss man nicht erst nach Norwegen fahren. Im spanischen Galicien laden die Rías Baixas auf Entdeckungstour ein - ganz ohne eisige Kälte und Daunenjacke!

Jeder kennt sie, die großen Kreuzfahrtschiffe, die durch die verschlungene Fjordlandschaft Norwegens gleiten. Tausende Touristen wollen jedes Jahr die raue Landschaft im kalten Norden entdecken. Die Faszination der Fjorde kann man aber auch im warmen Süden erleben, genauer gesagt im spanischen Galicien. Die dortigen "Rías" sind die mediterrane Antwort auf den Oslofjord.

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Wie Skandinaviens Fjorde - nur wärmer

Die Rías Baixas reichen vom Kap Finisterre bis hin zur portugiesischen Grenze. Die verwunschenen Meeresbuchten sind ein wahrer Geheimtipp. Denn anders als beim skandinavischen Pendant wird man hier keine Kreuzfahrtkolosse finden. Vielmehr bieten sich die flachen Buchten für ausgedehnte Kajaktouren an.

Am besten startet man die Fjord-Tour durch Galicien mit einer Stadt: Pontevedra liegt im Herzen der Rías Baixas und ist idealer Ausgangspunkt um die gleichnamige Ría zu erkunden. Per Mountainbike oder aber mit dem Kajak geht es durch die zerklüftete Felsenlandschaft der Bucht. Wem das nicht genügt, der kann aber auch segeln, kitesurfen oder tauchen.

Mehr als nur Meer

Geschichtsfreunde kommen in der Ría de Muros voll und ganz auf ihre Kosten. Von steinzeitlichen Felsmalereien bis hin zur keltischen Siedlung Castro de Barona kann man überall die Spuren der Vergangenheit sehen. Wer eher zur Kategorie Strandtyp gehört, wird aber auch nicht enttäuscht: Die Ría hat unzählige Strände zu bieten, die meisten wie Ancoradoiro, San Francisco oder As Furnas aus feinem weißen Sand.

Die größte der galicischen Buchten ist die die Ría de Arousa. 37 Kilometer zieht sie sich an der Küste entlang. Unter den zahlreichen Inseln der Meeresbucht ist A Toxa mit ihrem berühmten Strandbad wohl die schönste. Wer vom Wasser nicht genug bekommt: Im Innern der Insel verstecken sich romantische Wasserfälle.

1933 wurde die keltische Siedlung Castro de Barona entdeckt und ist heute als Kulturerbe geschützt.

Für Sportler und Schatzsucher

Last but not least: Die Ría de Vigo! Benannt nach der Hafenstadt Vigo, ist die Bucht wegen des einfachen Zugangs mit großem Tiefgang idealer Rückzugsort für Segel- und Wassersport. Aber auch für Schatzsucher gibt es hier einiges zu finden: Denn in der Ría der Schätze liegen Dutzende von goldbeladenen Galeeren, die in der Bucht gesunken sind.

An den Ufern der Stadt Vigo erstrecken sich die Cies-Inseln. Die Inseln Monteagudo, Faro und San Martiño liegen oft im Nebel. Dann könnte man meinen, man sei in Schottland.

Wer also der mediterranen Version der Fjorde den Vorzug gibt, wird nicht nur wunderschöne Eindrücke einer einzigartigen Meereslandschaft mit nach Hause nehmen, sondern mit viel Glück vielleicht auch die ein oder andere Goldmünze.

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