Ozonloch so klein wie seit 30 Jahren nicht mehr - doch die NASA schlägt trotzdem Alarm

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  • Das Ozonloch über der Antarktis ist so klein wie seit 30 Jahren nicht mehr
  • Dennoch gibt es laut der NASA keinen Grund zu jubeln
  • Im Video oben seht ihr, weshalb das Ozonloch derzeit so klein ist

In den 1980er Jahren wurde zum ersten Mal das riesige Loch in der Ozonschicht über der Antarktis entdeckt. Es folgte eine globale Panik vor dem unsichtbaren Strahlentod aus dem All. Die Ozonschicht wirkt wie eine Schutzhülle über der Erde und blockiert die UV-Strahlung. Die NASA vergleicht sie mit einer atmosphärischen Version einer Sonnencreme.

Wie die NASA jetzt mitteilte, ist das Ozonloch dieses Jahr besonders klein - fügt aber hinzu, dass das nicht zwingend Grund zur Freude ist. Das letzte Mal war das Ozonloch im Jahr 1988 so klein wie heute.

Im Wesentlichen gibt es zwei Gründe für die positive Entwicklung der Ozonschicht in der Antarktis in diesem Jahr: Der erste Grund ist, dass die heutigen Chlorkonzentrationen in der Stratosphäre deutlich geringer sind, als zum Ende des vergangenen Jahrhunderts.

Einen großen Verdienst hatten dabei das Montrealer Protokoll von 1989 und die Londoner Konferenz von 1990, die die Produktion und Nutzung ozonzerstörender Substanzen reglementieren.

"Es ist kein Signal für eine schnelle Heilung"

Der zweite Grund sind die hohen Temperaturen der antarktischen Stratosphäre im September 2017. Das Ozonloch ist im antarktischen Frühling am größten, deswegen sind Messungen von September bis Oktober besonders aussagekräftig. In wärmeren Jahren wird das Ozon in der Stratosphäre deutlich geringer abgebaut.

"Das ist, was wir angesichts der Wetterbedingungen in der Stratosphäre der Antarktis erwartet hatten", sagt Paul Newman, Wissenschaftler am Goddard Space Flight Center der NASA. Deswegen warnt auch die NASA, dass das kleinere Loch "auf natürliche Variabilität zurückzuführen ist und kein Signal für eine schnelle Heilung ist".

Das inzwischen “kleinere Loch” erstreckt sich immer noch über fast 20 Millionen Quadratkilometer und ist damit fast 56 Mal so groß wie Deutschland. Laut der NASA wird es bis zum Jahr 2070 dauern, bis sich das Ozonloch wieder schließt.

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(nsc)

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