Ein Twitter-Mitarbeiter löscht Trumps Account - US-Journalisten reagieren mit Häme

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Trumps Twitter-Account verschwindet für kurze Zeit - US-Journalisten reagieren mit Häme | REUTERS / twitter
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  • Der Twitter-Account von Donald Trump war am Donnerstagnacht mitteleuropäischer Zeit für einige Minuten nicht mehr erreichbar
  • US-Journalisten reagierten mit Häme

Der Twitter-Account von US-Präsident Donald Trump war Donnerstagnacht kurzzeitig nicht mehr online. Der Account "@realDonaldTrump" konnte für einige Minuten nicht mehr abgerufen werden.

Kurze Zeit zuvor hatte Trump noch anlässlich der Nominierung von Jerome Powell als künftiger Vorsitzender der US-Notenbank gewittert. Er veröffentlichte ein Video des Auftritts und schrieb dazu: "Heute war es mir eine Freude und eine große Ehre, Jerome Powell zum nächsten Vorsitzenden der FED zu nominieren."

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Schuld an der Deaktivierung des Accounts für elf Minuten war offenbar ein Mitarbeiter von Twitter, teilte der Kurznachrichtendienst mit. Genauer gesagt: Ein Kundenbetreuer des Unternehmens habe den Kanal "an seinem letzten Arbeitstag" abgeschaltet. Die Untersuchung laufe weiter.

Erst am Freitagvormittag deutscher Zeit reagierte Trump selbst darauf: "Mein Twitter-Account wurde für elf Minuten von einem abtrünnigen Angestellten offline genommen. Ich schätze, das Wort muss letztlich rausgehen - und eine Wirkung haben."

Journalisten atmen auf

US-Journalisten kommentierten den kurzzeitig Abgang des Präsidenten hämisch: "Lol, hat Trump Twitter verlassen", twitterte "The Atlantic"-Journalist David Sims.

Yair Rosenberg twitterte: "Schnell, @realDonaldTrump nicht mehr auf Twitter. Lasst uns feiern, als wäre es 2015."

CNN-Reporter Chris Cilizza schrieb: "Und der Journalismus atmet erleichtert auf..."

Trump folgen auf Twitter mehr als 41 Millionen Menschen. Der US-Präsident versteht es sehr gut, den Kanal für sich zu nutzen. Er war schon im Wahlkampf das Herzstück seiner Kommunikation. Oft haben seine Nachrichten einen aggressiven Tonfall. Immer wieder beschimpft er auf Twitter politische Gegner oder ihm unliebsame Medien. Trump selbst hat erklärt, Twitter sei der beste Weg, um seine Botschaften ungefiltert zu verbreiten.

Das offizielle Twitter-Konto des US-Präsidenten war von dem Zwischenfall nicht betroffen.

Mehr zum Thema: Drei wirre Tweets innerhalb weniger Stunden - hat Trump das Twittern verlernt?

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Mit dpa-Material.

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