Tunnel von Nukleartest-Anlage in Nordkorea bricht zusammen - Berichte über hunderte Tote

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NORTH KOREA EXPLOSION
A new multiple launch rocket system is test fired in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang March 4, 2016. REUTERS/KCNA ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENT | KCNA KCNA / Reuters
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  • Ein Tunnel nahe der nordkoreanischen Nukleartestanlage ist zusammengebrochen
  • Japanische Medien berichten von mindestens 100 Toten

Die andauernden Nukleartests des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un haben sich gerächt: Ein Tunnel nahe des Testgeländes Punggye-ri ist zusammengebrochen. Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen japanischen Medienbericht. Wann es zu dem Unglück gekommen ist, sei derzeit unklar.

Nach Angaben von Yonhap forderte der Vorfall 100 Tote. Weitere 100 Arbeiter seien in dem Tunnelschacht eingeschlossen, der sich noch im Bau befindet.

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Sechs Nukleartests binnen weniger Monate

Experten warnen schon länger vor der Instabilität des Geländes. In den vergangenen Monaten wurden sechs Nukleartests in Punggye-ri durchgeführt.

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Das Testgelände Punggye-ri gilt schon länger als einsturzgefährdet, Quelle: Getty Images

Mitte Oktober war es in der Nähe des Geländes zu einem Erdstoß gekommen. Amerikanische Medien berichteten, die Erschütterung habe eine Stärke von 2.9 gehabt. Bereits zu diesem Zeitpunkt galt das Testgelände als einsturzgefährdet.

Noch am Montag hatte der Chef des südkoreanischen Wetterdienstes, Nam Jae-cheol, bei einem Treffen im Parlament darauf hingewiesen, dass eine weitere Erschütterung zu einem Einsturz des Testgeländes führen könnte. Dann bestünde die Gefahr, dass radioaktive Substanzen austreten.

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