Dringender Terrorverdacht: 19-jähriger Syrer in Schwerin festgenommen

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Dringender Terrorverdacht: Die Bundespolizei hat einen 19-Jährigen in Schwerin festgenommen | Ralph Orlowski / Reuters
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  • 19-jähriger Syrer in Schwerin festgenommen
  • Er soll einen Sprengstoffanschlag geplant haben

Einsatzkräfte der Bundespolizei haben am frühen Dienstagmorgen in Schwerin einen Syrer verhaftet. Den Namen des Festgenommenen gab die Bundesanwaltschaft mit Yamen A. an. Der 19-Jährige steht unter dringendem Terrorverdacht. Es wird vermutet, dass er einen islamistisch motivierten Sprengstoffanschlag vorbereitet hat.

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Er wollte möglichst viele Menschen töten

Die Polizei Schwerin teilte auf Twitter mit, dass die Festnahme nach der Durchsuchung mehrerer Wohnungen im Stadtteil Neu Zippendorf erfolgt sei.

Der Mann war schon länger im Visier der Behörden. Bereits im Juli 2017 habe er den Entschluss gefasst, in Deutschland einen Sprengsatz zu zünden, um eine möglichst große Anzahl von Personen zu töten und zu verletzen. Er hatte Chemikalien und Teile für den Bau einer Bombe beschafft.

Ob der Beschuldigte bereits ein konkretes Ziel für seinen Sprengstoffanschlag ins Auge gefasst hatte, sei noch unklar. Hinweise auf eine Einbindung des Beschuldigten in eine terroristische Vereinigung gab es zunächst nicht. Auf einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag gab die Bundesanwaltschaft jedoch an, der Festgenommene hätte über das Internet Kontakt zu einer Person gehabt, die sich selbst als 'Soldat des Kalifats', also als Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), bezeichnete. "Wir wissen aber nicht, wer diese Person ist, und wir wissen nicht, ob er ihn in seinen Plänen bestärkt hat", sagte Sprecherin Frauke Köhler.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière lobte die Abstimmung der Einsatzkräfte. Die Gefährdungslage in Deutschland sei unverändert hoch. Angesichts der anhaltenden Bedrohung Europas durch islamistischen Terrorismus arbeiteten die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern, national und international eng und gut zusammen und handelten "wenn nötig entschlossen und konsequent", betonte der Minister.

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