Warum das Auto der Zukunft nur noch ein Pedal hat

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Neue Technologie wird das Autofahren für immer verändern.

Als der neue Nissan LEAF im Jahr 2010 erstmals in den Handel und auf die Straße kam, wurden Elektroautos vom Nischen- zum Massenprodukt. Er wurde zum meistverkauften E-Auto der Welt.

Für die, die ihn besitzen, ist er ein toller Allrounder. Viele haben ihn gekauft, weil er umweltfreundlich ist. Umfragen haben aber gezeigt, dass viele wegen seiner überraschend starken Leistung begeistert sind – insbesondere der schnellen Beschleunigung und der guten Beherrschbarkeit. Dadurch macht das Fahren Spaß.

Im Januar 2018 kommt der LEAF als neues Modell heraus. Und wieder wird er die Welt des Automobils revolutionieren. Die erste Version hat unsere Art, über Autos zu denken, verändert. Mit der neuen ändert sich die Art, wie wir fahren.

Warum? Weil der Fahrer nicht mehr zwischen Gaspedal und Bremse wechseln muss. Mit dem neuen e-Pedal bleibt der Fuß an ein und derselben Stelle und übernimmt dort beide Aufgaben.

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Wie funktioniert das e-Pedal?

Francesco Giacalone, Marketingchef für Nissans Elektroautos in Europa, kennt die neue Technologie genau. Er erklärt, wie sie funktioniert.

„Es ist wirklich ganz einfach“, sagt er. „Bei einem normalen Auto bewegt man sich vom Gaspedal zur Bremse, um die Fahrt zu verlangsamen und dann wieder zurück, um zu beschleunigen. Beim e-Pedal drückt man mit dem Fuß nach unten zum Beschleunigen und lässt los, um zu bremsen. Lässt man das Pedal komplett los, kommt der Wagen vollständig zum Stillstand.“

Natürlich hat der neue Nissan LEAF immer noch ein Bremspedal. Das nutzt der Fahrer aber nur, um scharf zu bremsen oder eine Vollbremsung auszuführen. Das e-Pedal wird mit einem Schalter an der Konsole aktiviert. Die meisten Fahrer dürften es wohl für die gesamte Fahrtzeit aktiviert lassen.

Was sind die Vorteile des e-Pedals?

„Einer der größten Vorteile ist, dass das e-Pedal die Effizienz der Regenerativ-Technologie des LEAF verbessert“, sagt Francesco. „Mit einem vollständig elektrischen Antrieb lassen sich sowohl die Bremse als auch die regenerative Energie auf möglichst sanfte Art ausnutzen.“

Regenerative Technologie bedeutet: Beim Bremsen oder Ausrollen wird Energie aus der Vorwärtsbewegung des Autos gewissermaßen recycelt, sie lädt die Batterie auf. Die Technologie gibt es schon länger. Im vorherigen LEAF-Modell ließen sich die Möglichkeiten des Konzepts mit dem sogenannten B Mode besonders effizient nutzen.

„Das e-Pedal ist eine Weiterentwicklung des B Mode“, sagt Francesco. „Wen man den Fuß vom Gaspedal nimmt, ist das Auto bereits im Bremsmodus und maximiert dadurch die Energie-Regeneration beim Bremsen. Zuvor wechselte man zwischen Gaspedal und Bremse und ließ zwischendurch wertvolle regenerative Energie liegen. Jetzt nutzt man sie zu 100 Prozent.“

Wie man sich an das e-Pedal gewöhnt

Wie schnell findet man sich mit dem neuen Pedal zurecht? Da wir es gewohnt sind, mit drei oder zumindest zwei Pedalen zu fahren – werden wir nicht ständig versucht sein, auf ein Pedal zu treten, das wir fast gar nicht mehr brauchen?

„Aus Testfahrten haben wir die Rückmeldung bekommen, dass man sich nach einer Viertelstunde daran gewöhnt hat“, sagt Francesco. „Danach will man nur noch so fahren. Für mich ist es, als würde man von einem alten Smartphone mit Tastatur zu einem mit Touchscreen-Tasten wechseln. Sobald man den Touchscreen ausprobiert hat, will man die alte Technologie nicht mehr.“

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Wie wird sich das Fahrgefühl durch das e-Pedal ändern?

Besonders nützlich ist das e-Pedal laut Francesco im dichten Verkehr, wo ständig beschleunigt und gebremst wird. „Wer pendelt, fährt häufig gerade einmal 100 Meter weit und bremst dann, dann fährt er wieder 20 Meter vorwärts und bremst erneut. Dieser ständige Wechsel zwischen Gas und Bremse geschieht immer wieder.“

Hier kommt das Pedal ins Spiel: „Nissan hat das e-Pedal von fast 1.000 Fahrern auf ihrem täglichen Weg testen lassen. Dabei haben wir festgestellt, dass der Wechsel zwischen den Pedalen um 90 Prozent absinkt.“

Besonders vorteilhaft ist das für Menschen, für die Autofahren ihr Beruf ist, etwa Taxifahrer oder Kuriere. „Das Fahren wird für sie sanfter, flüssiger und natürlicher“, sagt Francesco. „Dadurch wird es weniger stressig. Für jeden, der beruflich stundenlang durch die Stadt fährt, ist das ein großer Fortschritt.“

Was bringt uns das e-Pedal noch?

Elektroautos werden häufig von eingefleischten Benziner-Fans kritisiert, weil sie meinen, der Fahrer stehe weniger in Kontakt zu seinem Auto. Mit dem e-Pedal verkehrt sich das jedoch ins Gegenteil, findet Francesco.

„Auf kurvigen Straßen mit wenig Verkehr fühlt sich eine Fahrt mit dem e-Pedal fast wie ein Trip auf dem Motorrad an. Das Auto wird sportlicher. Nähert man sich einer Kurve, nimmt man den Fuß vom Gas, um zu bremsen. Dann reguliert ein intelligentes System die Bremsen und Räder. Im Anschluss kann man ohne Pedalwechsel aus der Kurve heraus beschleunigen. So wird die Fahrt sicher, aber gleichzeitig spannend.“

Die Batterien des neuen Nissan LEAF sind tief im Chassis eingebaut. Das hilft dem Auto dabei, die Bodenhaftung zu behalten. Das neue, schlankere Design gibt ihm ebenfalls mehr Stabilität. Der Fahrspaß, der viele Käufer des ersten LEAF so überrascht hat, ist also nicht nur weiterhin vorhanden, sondern wird auf eine ganz neue Ebene gehoben.

„Nissan hat sich ständiger Erneuerung verschrieben. Dazu gehört auch, diese Neuerungen so vielen Kunden wie möglich zugänglich zu machen“, sagt Francesco. „Das e-Pedal ist kein Extra, für das man Tausende Euro zahlen muss. Es ist in der Grundausstattung des neuen Nissan LEAF enthalten. So kann wirklich jeder diesen Fahrspaß erleben.“

Electrify the World ist eine Initiative von Nissan. Als Pionier im Bereich Elektromobilität glaubt Nissan daran, dass unser jetziges Handeln zu einer nachhaltigeren Zukunft beiträgt.

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