Russland-Affäre: Ehemaliger Trump-Berater Manafort wegen Verschwörung gegen die USA angeklagt

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Paul Manafort ist ein ehemaliger Wahlkampfleiter von Donald Trump | Carlo Allegri / Reuters
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  • Paul Manafort, der ehemalige Wahlkampfleiter von Donald Trump, hat sich am Montag dem FBI gestellt
  • Es ist die erste Anklage in der Russland-Affäre - und eine mit großer Tragweite
  • Denn Manafort wird zu einer großen Gefahr für den US-Präsidenten

Der ehemalige Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, der Unternehmer Paul Manafort, soll sich auf Druck von Sonderermittler Robert Mueller am Montag den Behörden gestellt haben. Das berichtet die Zeitung "New York Times" und der Sender CNN.

Der Ex-Berater Trumps ist eine zentrale Figur in der Russland-Affäre des US-Präsidenten und stand monatelang unter Beobachtung des FBI.

Auch Manaforts Geschäftspartner soll verhaftet werden

Zusammen mit Manafort wurde laut der "New York Times" die Verhaftung dessen Geschäftspartners Rick Gates beantragt. Dieser hatte auch nach Manaforts Entlassung als Wahlkampfleiter noch für Donald Trump gearbeitet.

Das US-Justizministerium veröffentlichte am Montag die Anklageschrift gegen Manafort und Gates. Darin ist von Vorwürfen der Steuerhinterziehung, Geldwäsche und heimlicher Arbeit für eine ausländische Regierung die Rede. Bei dieser handele es sich um die Kreml-nahe Regierung von Wiktor Janukowitsch, dem ehemaligen Präsidenten der Ukraine.

Gates und Manafort wird zudem eine Verschwörung gegen die USA vorgeworfen.

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Manafort wird nun zu einer großen Gefahr für Trump

Manaforts Verhaftung ist der bisher größte Schritt in den Ermittlungen zur Russland-Affäre von Donald Trump. Sie bedeutet, dass Sonderermittler Mueller sicher ist, etwas gegen den Ex-Berater des Präsidenten in der Hand zu haben.

Darauf deutete schon eine Razzia des FBI vor wenigen Wochen hin, bei der Manaforts Haus durchsucht wurde. Manafort steht schon lange wegen dubioser Geschäften mit ukrainischen und russischen Geschäftsmännern unter Verdacht.

Die Verhaftung seines ehemaligen Wahlkampfleiters könnte für Donald Trump nun sehr gefährlich werden. Manafort könnte sich dafür entscheiden, gegen den Präsidenten auszusagen, um Schaden von sich abzuwenden. Das vermutet etwa der US-Rechtsexperte und ehemalige Bundesstaatsanwalt Renato Mariotti.

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(cho)

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