Dunja Hayali beschwert sich öffentlich über den Paketboten, aber das geht nach hinten los

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DUNJA HAYALI
Dunja Hayali | Marc Pfitzenreuter via Getty Images
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  • Paketdienste sorgen oftmals für Ärger bei Empfängern
  • ZDF-Moderatorin Dunja Hayali machte ihren Frust über DHL nun öffentlich
  • Dafür erntet sie harsche Kritik vieler Nutzer

ZDF-Moderatorin Dunja Hayali ist in den sozialen Netzwerke sehr aktiv. Meist äußert sie sich auf Twitter und Facebook zu politischen Themen und kritisiert Politiker wie US-Präsident Trump oder die AfD-Abgeordnete Beatrix Storch.

Nun brachte sie mit einem Tweet über ein vermeintlich harmloses Alltagsproblem viele Menschen gegen sich auf.

Am Samstag richtete sich die 43-Jährige auf Twitter öffentlich an den Paketdienst DHL: “hallo @DHLPaket, mir reichts. wenn sie keine lust haben treppen zu steigen, ich komm runter. aber schreiben sie nicht, man sei nicht da."

Einige zeigten Verständnis für das Problem der Moderatorin und berichteten über ähnliche Erfahrungen. Kein Wunder, schließlich ist jeder dritte Deutsche sauer auf Paketboten, zeigte eine Umfrage kürzlich.

Bei anderen entzündete ihre Beschwerde allerdings eine Debatte darüber, ob die Moderatorin jemanden kritisieren dürfe, der deutlich weniger verdiene als sie selbst.

"Sprich doch mit dem Fahrer und vergiss das Trinkgeld nicht"

Ein Twitter-Nutzer schreibt: “Wenn man bedenkt, dass der Paketbote auf die vierfache Arbeitszeit von Hayali kommt und weniger als ein Viertel ihres Phantasiegehalts erhält, kann einem bei diesem gebührenfinanzierten Tweet nur übel werden. Hayali macht aus ihrem gentrifizierten Szeneviertel heraus mal wieder Klassenkampf von oben.“

Ein anderer kritisiert: “Wenn man Probleme lösen will, schreit man das nicht öffentlich auf Twitter raus. Sprich doch mit dem Fahrer und vergiss das Trinkgeld nicht.”

Hayali möchte Problem nun in Morgenmagazin nachgehen

Einige machen auf die Arbeitsbedingungen der Paketboten aufmerksam und fordern die Moderatorin auf, noch einmal über ihre Beschwerde nachzudenken. “Die werden ausgebeutet, das emotionalisiert Sie, Frau Hayali, aber wohl eher nicht?! Sie bekommen schon Ihr Paket.”

Die Journalistin antwortet darauf, dass ihr die Bedingungen ebenfalls leidtun, sie aber für diese nichts könne.

Auf das Angebot der Post, gerne noch einmal mit dem Zusteller zu sprechen, antwortete Hayali, dass sie das “strukturelle Problem” gerne zusammen mit DHL im ZDF-Morgenmagazin thematisieren würde.

Damit würde sie jedenfalls ein Problem adressieren, das offensichtlich viele Menschen bewegt.

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