Sturm "Herwart" fordert zweites Todesopfer in Deutschland: Frau nach Motorboot-Ausflug tot

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  • "Herwart" hält die Einsatzkräfte in Norddeutschland auf Trab
  • Neben vielen umgestürzten Bäumen wurde eine historische Mühle zerstört
  • Alle Entwicklungen im News-Blog

Herbststurm "Herwart" hat den deutschen Norden fest im Griff.

Die Leitstellen in Schleswig-Holstein berichteten in der Nacht zum Sonntag von umgekippten Bäumen, eingestürzten Baugerüsten und weggeflogenen Trampolinen. In Berlin rief die Feuerwehr den Ausnahmezustand aus.

Alle Entwicklungen im News-Blog.

20.53 Uhr: Zweites Opfer des Herbststurms

"Herwart" hat sein zweites Todesopfer in Deutschland gefordert. Auf dem Peenestrom in Mecklenburg-Vorpommern war am Sonntag ein Motorboot mit drei Urlaubern aus Sachsen gekentert. Eine ins Krankenhaus gebrachte Frau starb inzwischen, wie ein Polizeisprecher in Neubrandenburg am Abend mitteilte.

Rettungskräfte hatten die Frau und einen Mann in der Nähe von Wolgast zunächst bergen können. Die beiden waren trotz Sturmwarnung auf den Peenestrom, der zur Ostsee führt, hinausgefahren. Die Suche nach einem dritten Passagier blieb nach Angaben der Beamten auch nach rund fünf Stunden erfolglos.

13.57 Uhr: Camper von Sturmflut überrascht und ertrunken

Ein 63-Jähriger ist am Ufer des Jadebusens (Niedersachsen) von der Sturmflut überrascht worden und ertrunken.

Der Mann habe den Ermittlungen zufolge mit seinem Bruder auf einem Campingplatz am Strandbad Sehestedt in einem Bulli übernachten und sich beim Herannahen des Wassers zu Fuß in Sicherheit bringen wollen, teilte die Polizei am Sonntag mit.

13:33 Uhr: Bahn nimmt Fernverkehr erst wieder am Montag auf

Sturm "Herwart" hat auf den Strecken der Deutschen Bahn im Norden und Osten für erhebliche Schäden gesorgt.

herwart

"Derzeit sind die Städte Hamburg, Bremen, Kiel, Hannover und Berlin nicht mit Fernverkehrszügen zu erreichen", teilte die Bahn mit. Der Fernverkehr könne erst am Montag wieder aufgenommen werden.

11:06 Uhr: Airbus 380 landet außerplanmäßig in Stuttgart

Wegen starker Windböen in Frankfurt musste am Sonntag ein Airbus A380 der Lufthansa außerplanmäßig in Stuttgart landen.

Nachdem die aus Houston (USA) kommende Maschine einige Zeit über dem Flughafen Frankfurt gekreist war, entschied sich der Kapitän zur Sicherheitslandung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt, auch weil Treibstoff knapp wurde.

Der SWR hatte zunächst darüber berichtet. Ein Sprecher des Flughafens Stuttgart sagte, das Flugzeug sei sicher gelandet. Ein Sprecher der Lufthansa bestätigte das ebenfalls.

9:48 Uhr: Feuerwehr fährt 550 Sturm-Einsätze in Hamburg

Etwa 550 Mal ist die Hamburger Feuerwehr ausgerückt. Mittlerweile würden die Orkanböen nachlassen, was die Einsätze der Feuerwehr erheblich erleichtere, sagte ein Feuerwehrsprecher. Verletzt wurde bislang niemand, erklärte ein Polizeisprecher.

hamburg

Auch in den Kreisen Pinneberg, Dithmarschen und Steinburg kam die Feuerwehr laut einer Mitteilung bisher auf insgesamt 230 Einsätze. Der Sturm habe zahlreiche Bäume auf Straßen, Wege, Fahrzeuge und Häuser gekippt.

7:54 Uhr: Bahn stellt Zugverkehr wegen Sturms großflächig ein

Die Deutsche Bahn hat ihren Zugverkehr am Sonntagmorgen in weiten Teilen Deutschlands eingestellt.

Wegen des Sturmtiefs «Herwart» führen derzeit keine Züge mehr in Nord- und Mitteldeutschland, teilte ein Bahnsprecher am Morgen in Berlin mit.

Betroffen seien die Strecken in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Züge aus anderen Regionen in diese Gebiete endeten vorzeitig.

7:50 Uhr: Umgestürzte Bäume in Berlin

7:45Uhr: Feuerwehr Berlin ruft Ausnahmezustand aus

Seit den frühen Morgenstunden befindet sich die Berliner Feuerwehr im Ausnahmezustand "Wetter". Allein zwischen 04.00 Uhr und 07.00 Uhr mussten die Wehren 100 Mal ausrücken, teilt die Feuerwehr Berlin auf Twitter mit. Alle freiwilligen Feuerwehren wurden demnach zur Unterstützung alarmiert.

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