Deutschland will weniger für EU-Türkei-Flüchtlingsdeal zahlen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Mehrere EU-Staaten wollen weniger Geld an die Türkei überweisen
  • Das Geld für den Flüchtlingsdeal soll stattdessen aus einer anderen Kasse kommen
  • Aus welcher, erfahrt ihr oben im Video

Deutschland und andere EU-Staaten wollen die Zahlungen an die Türkei im Flüchtlingsdeal kürzen. Das berichte der "Spiegel" unter Berufung auf ein Schreiben der EU-Nettozahler Deutschland, Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich und Schweden an die EU-Kommission.

Die Länder verlangen dem Bericht nach, dass das Geld für den Flüchtlingsdeal künftig komplett aus dem EU-Haushalt kommt.

Deutschland zahlte 500 Millionen Euro für die erste Tranche

Das Abkommen aus dem Jahr 2016 sieht vor, dass die Türkei Flüchtlinge daran hindert, nach Griechenland überzusetzen. Flüchtlinge, die keinen Anspruch auf Asyl haben, sollen wieder in die Türkei zurückgebracht werden. Für jeden dieser abgeschobenen Menschen nimmt die EU einen syrischen Flüchtling aus der Türkei auf.

Die EU stellt für den Deal bis 2018 sechs Milliarden Euro zur Verfügung. Für die erste Tranche steuerte Deutschland 500 Millionen Euro bei, die EU das Doppelte. In der zweiten Tranche soll die Bezahlung nach dem Willen Deutschlands und der anderen STaaten nun anders geregelt werden.

2017-09-08-1504854297-2100683-CopyofHuffPost.png
Ob Flüchtling, ob Deutscher - wir sind alle nur Menschen. Mit Ideen, Hoffnungen, Meinungen. Darüber könnt ihr euch hier austauschen.

Korrektur anregen