Ab Sonntag gilt die Winterzeit: Welche Folgen die Zeitumstellung haben kann

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  • Am 29. Oktober 2017 werden um 3 Uhr nachts die Uhren um eine Stunde zurückgestellt
  • EU-Kommission prüft die Abschaffung
  • Die Psychologin Janet Kennedy erklärt in dem Video, warum uns die Zeitumstellung so schlaucht und was man dagegen unternehmen kann

Die Zeitumstellung naht. Am letzten Wochenende im Oktober ist es so weit: Am 29. Oktober 2017 stellen auch die EU-Staaten um drei Uhr morgens die Uhren um eine Stunde zurück.

Die Nacht auf Sonntag wird damit auch in Deutschland um Stunde länger. Manche können dadurch länger schlafen, andere werden eine extra-lange Nachtschicht haben.

Viele Uhren stellen sich automatisch um

Funkuhren, aber auch Geräte wie Smartphones und Laptops stellen sich von alleine um - wenn die Funktion in den Einstellungen aktiviert ist.

Analoge Uhren, zum Beispiel im Auto oder in der Küche, müssen die Besitzer manuell umstellen. Um Missverständnisse zu vermeiden, empfiehlt es sich, das zeitnah zu tun.

Eine Stunde mehr und viele Konsequenzen

Umfragen ergeben, dass diese Stunde große Wirkung haben. Nicht nur, dass es im Winter um eine Stunde früher dunkel wird - und wir uns damit wieder in der sogenannten Normalzeit befinden.

Manche leiden nach der Zeitumstellung unter einer Art Jetlag. Der Schlafrhythmus ist gestört. Drei von zehn Menschen brauchen einer Forsa-Umfrage zufolge einige Tage, um sich an die neue Zeit zu gewöhnen.

Mediziner raten dann, zu festen Zeiten ins Bett zu gehen und wieder aufzustehen. Fernsehschauen vor dem Schlafen sollte gemieden werden, auch das helle Licht des Smartphones kann die nächtliche Erholung stören.

Wer nachts wach wird, sollte zudem den Blick auf die Uhr meiden. Man rechnet dann nur aus, wie viel Zeit man hat - und das kann einem die Ruhe zum Schlafen rauben.

Und auch wer glaubt, die eine Stunde leicht zu verarbeiten: Die Zahl der Unfälle nimmt nach der Zeitumstellung einer Studie zufolge zu. Also bleibt achtsam!

Mehr zum Thema: Winterschlaf ist nicht nötig: Was ihr gegen Winter-Müdigkeit tun könnt

Wieso gibt es die Zeitumstellung eigentlich?

Und warum tun wir uns das dann an? Der halbjährliche Wechsel von Winter- und Sommerzeit geht auf den US-Erfinder Benjamin Franklin (1706 - 1790) zurück. In einem Essay über "die Kosten des Lichts" forderte er schon 1784, die natürliche Helligkeit durch Zeitumstellung besser zu nutzen.

Das Argument, durch die Sommerzeit könne Energie gespart werden, ist jedoch laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft mittlerweile hinfällig. Wir gehen eben immer öfter auch an Sommerabenden unseren Hobbys nach - und brauchen dafür Licht. Der Spareffekt schwindet dadurch.

Trotzdem ist eine Änderung nicht in Sicht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert 2014 laut der Zeitung "Merkur". Denn für ein Ende der Umstellung bräuchte man eine Einigung aller 28 EU-Staaten, die "im Moment nicht in Aussicht" stehe.

Die FDP will trotzdem in den Sondierungen zur Jamaika-Koalition für eine Abschaffung der Sommerzeit werben. "Eine deutsche Regierung, die das Vorhaben entschlossen vorantreibt, kann dann auch auf europäischer Ebene überzeugen", sagte Michael Theurer aus dem FDP-Präsidium der "Rhein-Neckar-Zeitung". Sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen bedeute es unnötigen Aufwand, wenn an der Uhr gedreht werde.

Die FDP fordert bereits seit Jahren ein Ende der Sommerzeit. Die EU-Kommission prüft derzeit die Forderungen nach einer Abschaffung.

Eine in der ganzen EU einheitliche Regelung existiert übrigens erst seit 1996.

Wann die nächste Zeitumstellung ansteht

Die nächste Zeitumstellung findet am 25. März 2018 statt. Dann werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt, die Nacht dementsprechend kürzer.

Die Sommerzeit beginnt wieder.

Eine Eselsbrücke zum Schluss

Um sich zu merken, in welche Richtung die Uhr umgestellt wird, gibt es verschiedene Eselsbrücken. Eine ist diese hier:

Zum Winter werden die Stühle und Tische von der Terrasse zurück in den Keller geräumt - und auch die Uhr wird zurückgestellt. Im Frühling bauen die Menschen die Stühle und Tische vor ihrem Haus auf, stellt eure Uhren daher im März vor.

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(lm)

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